Wirkung von Psilocybin und LSD auf Cluster-Kopfschmerz

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Auf einen Blick
  • Worum es geht: Einige Betroffene berichten, dass Psilocybin oder LSD gegen Cluster-Kopfschmerz wirke. Psilocybin ist ein Stoff aus bestimmten Pilzen. Bis zu den ersten kontrollierten Studien 2022 gab es dazu vor allem Berichte von Betroffenen. Ein Beispiel ist eine Befragung, die 2006 veröffentlicht wurde. Sie war nicht repräsentativ.
  • Erste kontrollierte Studien, vorsichtig zu lesen: Die erste Studie mit Scheinmedikament erschien 2022. Sie wertete 14 Teilnehmer aus. Der Unterschied zum Scheinmedikament war statistisch nicht bedeutsam. Die Autoren werten die Ergebnisse zur Wirksamkeit als negativ, zum Teil wegen der kleinen Teilnehmerzahl. In der Fortsetzung 2024 sank die Zahl der Attacken etwa um die Hälfte. Es gab dabei aber keine Vergleichsgruppe mit Scheinmedikament. Deshalb lässt sich das nicht vom natürlichen Verlauf trennen (Kontrollierte Studien).
  • Noch keine Empfehlung: Eine Übersichtsarbeit von 2025 hält weitere Studien für nötig. Sie sollen erst Wirksamkeit und Sicherheit bestätigen, bevor man einen Einsatz empfehlen kann. Prof. Gründer von der RWTH Aachen warnt: Es handle sich um Halluzinogene, die schon in winzigen Mengen wirken. Das sind Stoffe, die Sinnestäuschungen hervorrufen. Sie könnten schon in sehr geringen Dosen Psychosen auslösen.
  • Keine Selbstversuche: Von Selbstversuchen ist strikt abzuraten. Ein Grund: Die Studien fanden unter ärztlicher Aufsicht und mit geprüften Substanzen statt. Beides fehlt bei einer Selbstbehandlung.
  • In Deutschland strafbar: Psilocybin und Psilocin stehen im Betäubungsmittelgesetz. Strafbar ist es, diese Stoffe, Pilze, die sie enthalten, oder LSD zu besitzen oder damit zu handeln (Rechtslage in Deutschland).
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Diese Seite geht der Frage nach, ob Psilocybin und LSD gegen Cluster-Kopfschmerz wirken. Beide sind Halluzinogene. Die Seite fasst zuerst die Berichte von Betroffenen zusammen. Danach folgen die ersten kontrollierten Studien seit 2022 und die Rechtslage in Deutschland.

Die Befragung von 2006

Die Fachzeitschrift Neurology® ist das offizielle Verbandsorgan der American Academy of Neurology (AAN). In der Ausgabe 66 (2006), Seiten 1920–1922, berichten Dr. R. Andrew Sewell und andere Wissenschaftler vom McLean Hospital/Harvard Medical School über eine Befragung von Patienten. Sie war nicht repräsentativ. Es ging um die Wirkung von Psilocybin und LSD auf Cluster-Kopfschmerz.

Die Forscher befragten 53 Cluster-Kopfschmerz-Patienten, die Psilocybin oder LSD zur Behandlung ihres Cluster-Kopfschmerzes benutzt hatten. 22 von 26 befragten Patienten berichten, dass Psilocybin Attacken abbricht. 25 von 48 Psilocybin-Nutzern und 7 von 8 LSD-Nutzern berichten, dass mindestens eine Episode beendet wurde. 18 von 19 Psilocybin-Nutzern und 4 von 5 LSD-Nutzern berichten, dass ihre beschwerdefreie Zeit (Remission) länger wurde.


Hintergrund

Einige Cluster-Kopfschmerz-Betroffene aus den USA und aus Großbritannien behaupten, dass Psilocybin oder LSD gegen Cluster-Kopfschmerz wirksam sei. In den USA stehen Psilocybin, Psilocin und LSD nach Bundesrecht in der strengsten Stufe des Betäubungsmittelrechts (Schedule I).[1] Einzelne Bundesstaaten weichen davon ab: In Oregon haben seit 2023 staatlich zugelassene Psilocybin-Zentren geöffnet,[2] in Colorado dürfen seit 2025 zugelassene Begleiter Sitzungen mit Psilocybin durchführen.[3] In Großbritannien sind LSD, Psilocin und Pilze, die Psilocin oder einen Ester davon enthalten, als Drogen der Klasse A eingestuft.[4]

In Deutschland sind die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin als nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel in der Anlage des Betäubungsmittelgesetzes erfasst. Besitz von und der Handel mit diesen Stoffen und den Pilzen, die diese Stoffe enthalten sind daher in Deutschland strafbar. Genauso wie der Besitz von und der Handel mit LSD und anderen Drogen. In Großbritannien wurden der Besitz und der Handel mit diesen halluzinogenen Pilzen im Jahre 2005 gesetzlich verboten.

(Den genauen Wortlaut der deutschen Rechtsgrundlagen – auch dazu, wann Pilze erfasst sind – gibt der Abschnitt Rechtslage in Deutschland wieder.)

Eine Hand hält ein Büschel kleiner, hellbrauner Pilze mit spitzkegeligen Hüten und dünnen Stielen.
Spitzkegeliger Kahlkopf Quelle: Wikipedia Commons

Der Drogenmissbrauch mit seinen schrecklichen Folgen: Verelendung, Drogenkriminalität, Drogenprostitution und Drogentote hat dazu geführt, dass die Gesetzgeber einschritten und den Drogenhandel und Missbrauch mit entsprechenden Strafen ahnden. Eine weitgehend unbekannte „Nebenwirkung“ der Drogengesetze: Ganze Stoffgruppen wurden damit in den letzten Jahrzehnten von der wissenschaftlichen Forschung z.B. für Medikamente ausgenommen. Siehe dazu auch Editorial aus der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet vom April 2006 (siehe unten).

Die Cluster-Kopfschmerz-Patienteninitiative Clusterbusters (www.clusterbusters.com) setzte sich für eine wissenschaftliche Untersuchung über die Wirkungen von Psilocybin und LSD gegen Cluster-Kopfschmerzen ein. Dazu bezog sie die Multidisciplinary Association for Psychedelic Studies MAPS ein, und Dr. Sewell und Dr. Halpern vom Harvard McLean Hospital sagten zu, die Studie durchzuführen. Eine solche wissenschaftliche Studie unter Verwendung von Drogen muss von der US Food and Drug Administration (FDA) und anderen Behörden genehmigt werden. Der erste Schritt dazu war eine Patientenumfrage, die in 2001 begonnen wurde. Clusterbusters und MAPS wollten zudem 250.000 US-Dollar an Spenden sammeln, um die Kosten für diese Studie zu bezahlen (Quelle, MAPS).

In der Fachliteratur zum Cluster-Kopfschmerz erschien Psilocybin 2005 als „Randnotiz“ in dieser Fallstudie (Englisch, siehe "Case 2", kostenlose Registrierung erforderlich). Kontrollierte Studien gibt es seit 2022, siehe Kontrollierte Studien seit 2022.

Auszug daraus: "Interestingly, in May 2002, he took 1 g of "magic mushrooms" (containing psilocybin) which rendered him pain free for one month; since then he has been taking magic mushrooms 1 g once every one to two months, which renders him pain free for two to six weeks. He continues to take verapamil 480 mg daily and has no gingival problems."

Dieser Patient hatte nach der Fallbeschreibung alle üblichen vorbeugenden Medikamente vergeblich ausprobiert. Schmerzfrei wurde er bei 720mg/Tag Verapamil, aber als Nebenwirkung entwickelte sich eine Zahnfleischschwellung. Daraufhin wurde Verapamil auf 480mg/Tag reduziert, die Zahnfleischentzündung ging zurück aber die Schmerzen kamen wieder. Bei einem späteren Termin berichtete der Patient, dass er inzwischen zusätzlich zum Verapamil ein Gramm "magic mushrooms" (Zauberpilze) alle ein oder zwei Monate einnehme und danach für zwei bis sechs Wochen schmerzfrei sei.

Eine Stellungnahme von Prof. Dr. Goadsby zur „Pilztherapie“: "Peter Goadsby, professor of neurology at the Institute of Neurology, University College London, and the world's leading expert on cluster headaches, is sceptical about the mushroom therapy. He argues that the relief reported by some patients may be a placebo effect or owing to natural remission. But he does believe the cases warrant a proper clinical study, particularly as ergotamine - which contains lysergic acid, a precursor of LSD - has been used to treat migraines for years. "It's possible that mushrooms have some useful effect but it's far from proven," Dr Goadsby says. "Cluster headaches are such a devastating problem that people will turn to anything that seems to work." Quelle: The Guardian 2.8.2005

Zusammenfassend: Prof. Dr. Goadsby ist skeptisch bezüglich der „Pilztherapie“. Er glaubt aber, dass die Fallbeispiele eine klinische Studie rechtfertigen.

Ob eine wissenschaftliche Studie mit Psilocybin oder LSD gegen Cluster-Kopfschmerz stattfinden durfte, mussten in den USA die FDA und die DEA entscheiden; die von Dr. Sewell erhobenen Daten sollten dafür eine Grundlage sein. Die Genehmigung ist inzwischen erteilt und die Studien sind durchgeführt worden; ihre Ergebnisse stehen unten im Abschnitt Kontrollierte Studien seit 2022.

Prof. Dr. Gründer von der RWTH Aachen meint dazu: "Es handelt sich um hochpotente Halluzinogene, die schon bei sehr geringen Dosierungen Psychosen auslösen können."

Siehe auch Wikipedia: Drogenpsychose. Zitat aus der Diskussionsseite zu diesem Wikipedia Artikel: "Trotzdem empfehle ich NIEMANDEM den Konsum, da wie Linum schon sagte, das erste Mal einen in die Klapse bringen kann."

Kommentar: Es ist wohl ein bisher einzigartiger Vorgang, dass eine Substanz zur Behandlung einer Krankheit aufgrund einer Patienteninitiative erforscht wird. Trotzdem ist von Selbstversuchen strikt abzuraten.

Kontrollierte Studien seit 2022

Die klinische Studie, die sich Betroffene und – bei aller Skepsis – auch Prof. Goadsby gewünscht hatten, ist inzwischen durchgeführt worden. Beteiligt war unter anderem R. Andrew Sewell, dessen Patientenbefragung von 2006 am Anfang dieser Seite steht. Der Stand ist damit nicht mehr „Berichte von Betroffenen", sondern „erste kontrollierte Studien" – mit Ergebnissen, die vorsichtig gelesen werden müssen.

2022: die erste randomisierte, placebokontrollierte Studie

Schindler und Mitarbeiter untersuchten ein Einnahmeschema, das sich an dem orientierte, was Betroffene selbst berichtet hatten: dreimal im Abstand von etwa fünf Tagen eine niedrige Dosis Psilocybin oder ein Scheinmedikament aus mikrokristalliner Cellulose, unter ärztlicher Aufsicht im Rahmen der Studie. Die genauen Dosisangaben stehen in der Arbeit selbst.[5] Kopfschmerztagebücher wurden von zwei Wochen vor bis acht Wochen nach der ersten Sitzung geführt. 16 Teilnehmer wurden zugeteilt, 14 gingen in die Auswertung ein.

In den drei Wochen nach Beginn änderte sich die Attackenhäufigkeit unter dem Scheinmedikament um 0,03 Attacken pro Woche (95-%-Konfidenzintervall −2,6 bis 2,6; Ausgangswert 8,9 Attacken pro Woche), unter Psilocybin um −3,2 Attacken pro Woche (95-%-Konfidenzintervall −8,3 bis 1,9; Ausgangswert 9,6). Dieser Unterschied war statistisch nicht bedeutsam (p = 0,251). Die Autoren schreiben in ihrer Schlussfolgerung wörtlich: „Efficacy outcomes were negative, owing in part to the small number of participants." – die Wirksamkeitsergebnisse waren negativ, was zum Teil an der kleinen Teilnehmerzahl liegt.[5]

Drei Beobachtungen aus derselben Studie sind trotzdem bemerkenswert. Erstens war die Effektstärke mittelgroß (d = 0,69). Zweitens unterschied sie sich deutlich zwischen den Verlaufsformen: klein beim episodischen (d = 0,35), groß beim chronischen Cluster-Kopfschmerz (d = 1,25), und dort über die gesamten acht Wochen anhaltend (d = 0,81). Drittens hing die Veränderung der Attackenhäufigkeit nicht damit zusammen, wie stark die Rauschwirkungen während der Einnahme ausgeprägt waren – ein Befund, der gegen die Vorstellung spricht, der Rausch selbst sei der wirksame Teil. Psilocybin wurde gut vertragen; unerwartete oder schwerwiegende unerwünschte Ereignisse traten nicht auf.[5]

2024: die Fortsetzungsphase, und warum sie nichts beweist

Dieselbe Arbeitsgruppe lud Teilnehmer der ersten Runde ein, frühestens sechs Monate später ein zweites Mal dasselbe Schema zu durchlaufen. Zehn Personen schlossen diese Phase ab, alle zehn wurden ausgewertet. In den drei Wochen nach Beginn sank die Attackenhäufigkeit von 18,4 auf 9,8 Attacken pro Woche (95-%-Konfidenzintervalle 8,4 bis 28,4 bzw. 4,3 bis 15,2; p = 0,013), also um etwa die Hälfte – und zwar unabhängig davon, ob die betreffende Person in der ersten Runde angesprochen hatte. Auch hier gab es keine unerwarteten oder schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse. Die Studie ist unter ClinicalTrials.gov als NCT02981173 registriert.[6]

Diese Zahl klingt eindeutiger, als sie ist, und der Grund gehört dazu: in dieser Phase erhielten alle Teilnehmer Psilocybin, es gab keine Placebogruppe. Verglichen wird also nicht mit einer Kontrollgruppe, sondern der Zustand nach der Einnahme mit dem Zustand davor, bei zehn Personen. Eine Clusterepisode geht aber auch von selbst zurück, und wer mit besonders vielen Attacken in eine Messung geht, hat schon aus statistischen Gründen gute Chancen, beim nächsten Mal weniger zu haben. Ein Rückgang von 18,4 auf 9,8 Attacken pro Woche lässt sich unter diesen Bedingungen nicht vom natürlichen Verlauf trennen. Die Autoren selbst fordern größere und länger laufende Untersuchungen an repräsentativeren Gruppen.[6]

Ergänzend zeigte eine Bildgebungsauswertung derselben Arbeitsgruppe, dass der Rückgang der Attackenhäufigkeit bei chronischem Cluster-Kopfschmerz mit Veränderungen der funktionellen Verknüpfung des Hypothalamus zusammenhängt.[7]

Wie der Stand 2025 zusammengefasst wird

Eine Übersichtsarbeit von 2025 fasst die Lage für alle Kopfschmerzerkrankungen zusammen: Beobachtungsdaten, Fallberichte und einige kleine kontrollierte Studien sprechen für einen Nutzen in Dosen unterhalb der halluzinogenen Schwelle, sowohl bei Migräne als auch bei Cluster-Kopfschmerz; die Sicherheitssignale sind überwiegend günstig, wobei Bedenken wegen körperlicher und psychischer Wirkungen je nach Dosis, Zubereitung und Umständen bestehen bleiben. Der Schlusssatz der Arbeit lautet, dass der Zugang wegen der Rechtslage schwierig bleibt und weitere Studien nötig sind, um Wirksamkeit und Sicherheit zu bestätigen, bevor ein Einsatz empfohlen werden kann.[8]

2026: Psilocybin und Schlafqualität

Eine kleine Studie von 2026 hat untersucht, ob Psilocybin den Schlaf bei chronischem Cluster-Kopfschmerz verändert. 11 Betroffene bekamen dreimal Psilocybin (0,14 mg pro Kilogramm Körpergewicht), jeweils eine Woche auseinander.

  • Eine Woche nach der dritten Gabe war ihr Schlaf nach eigenem Empfinden besser: Im Schlaf-Fragebogen PSQI (Pittsburgh Sleep Quality Index; weniger Punkte bedeuten besseren Schlaf) lagen sie im Mittel 2,5 Punkte niedriger. Diese Veränderung war statistisch gesichert.
  • Im Gehirn fanden sich im Mittel keine statistisch gesicherten Veränderungen des feinen Gewebeaufbaus (Mikrostruktur) und der Wasserbewegung im Gewebe. Bei den meisten Teilnehmenden waren einzelne Messwerte der weißen Substanz nach der Behandlung aber niedriger.
  • Grenzen: nur 11 Personen und keine Vergleichsgruppe mit Scheinmedikament (Placebo). 24 gesunde Menschen dienten nur zum Vergleich vor der Behandlung. Die Studie nennt als Registrierungen EPOCH (NCT04280055) und NeuroPharm2 (NCT03289949).[9]

Mehr zum Schlaf bei Cluster-Kopfschmerz, auch zu Schlafapnoe: Cluster-Kopfschmerz und Schlaf.

Rechtslage in Deutschland

An der Rechtslage in Deutschland hat sich nichts geändert: Psilocybin und Psilocin bleiben nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel, Besitz und Handel sind strafbar. Von Selbstversuchen ist weiterhin strikt abzuraten – auch deshalb, weil die Studien unter ärztlicher Aufsicht und mit geprüften Substanzen stattfanden und beides bei einer Selbstbehandlung fehlt.

Die Rechtsgrundlagen im Wortlaut (geprüft am 23.09.2026):

  • Psilocybin und Psilocin stehen in der Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG). Diese Anlage trägt die Überschrift „nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel“.[10]
  • Für Pilze gilt nach dem Wortlaut: Pilze, die solche Stoffe enthalten, fallen unter die Anlage I, „wenn ein Missbrauch zu Rauschzwecken vorgesehen ist“. Dass Pilze gemeint sein können, ergibt sich aus § 2 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe b BtMG, der als „Stoff“ unter anderem „Pflanzen, Algen, Pilze und Flechten“ nennt.[10][11]
  • Nach § 29 Abs. 1 BtMG wird „mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe“ bestraft, wer unter anderem Betäubungsmittel unerlaubt anbaut, herstellt, mit ihnen Handel treibt, erwirbt oder sie „besitzt, ohne zugleich im Besitz einer schriftlichen Erlaubnis für den Erwerb zu sein“.[12]

Das gibt Rechtsgrundlagen wieder und ist keine Rechtsberatung. Für Fragen zum eigenen Fall ist eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt die richtige Stelle. Bei sozialrechtlichen Fragen rund um die Erkrankung helfen die Sozialverbände weiter — etwa der Sozialverband VdK Deutschland oder der Sozialverband Deutschland (SoVD).

2-Bromo-LSD

Fünf Cluster-Kopfschmerz Patienten wurden 2008/9 an der Medizinischen Hochschule Hannover im Rahmen eines Heilversuchs mit dem nicht halluzinogenen 2-Bromo-Lysergsäurediethylamid (BOL-148) behandelt. Ein Kurzbericht über die Ergebnisse bei den ersten vier Patienten wurde anlässlich des 14. Internationalen Kopfschmerzkongresses IHS-IHC 2009 im September 2009 in Philadelphia vorgestellt.

Drei der vier Patienten berichteten nach der dreimaligen oralen Einnahme von 2-Bromo-LSD innerhalb von zehn Tagen eine vollständige oder fast vollständige Remission von mindestens zwei Monaten nach der ersten Behandlung. Ein Patient berichtete eine Reduzierung der Schmerzstärke von 30% und eine Reduzierung der Attackenhäufigkeit von 73% für vier Monate.

Vortrag Prof. Dr. med. Torsten Passie

Prof. Dr. med. Torsten Passie: Neue Therapien - Bromo–LSD gegen Cluster Kopfschmerz.

Torsten Passie: Bromo-LSD gegen Cluster-Kopfschmerz
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Literatur

  • Karst M, Halpern JH, Bernateck M, Passie T (September 2010). "The non-hallucinogen 2-bromo-lysergic acid diethylamide as preventative treatment for cluster headache: an open, non-randomized case series". Cephalalgia 30 (9): 1140–4. doi:10.1177/0333102410363490. PMID 20713566. 
    • Tfelt-Hansen, P. (Apr 2011). "Is BOL-148 hallucinogenic? - (Letter)". Cephalalgia 31 (5): 634; author reply 635-6. doi:10.1177/0333102410392069. PMID 21163816. 
    • Karst M, Halpern J, Bernateck M, Passie T (April 2011). "Response to Tfelt-Hansen P: Is BOL-148 hallucinogenic?". Cephalalgia 31 (5): 635–636. doi:10.1177/0333102410392074. 
  • John H. Halpern, Torsten Passie and Matthias Karst: Cluster headache attack cessation and remission extension of months or longer in six treatment-refractory patients administered only 3 doses of BOL-148. IHS-IHC-2011 Berlin Poster-Presentation (JPG)

Externe Links

  • CK-Wissen Forum: BOL als Mittel gegen Cluster-Kopfschmerz (Link entfernt, Stand 24.09.2026: unter der alten Forumsadresse steht heute eine Werbeseite)
  • National Geographic Channel, November 3, 2009: Documentary: Inside LSD. Includes interviews with cluster headache patients and a report about the BOL trial at the MH Hannover. YouTube

Ergin / LSA

Ergin, auch D-Lysergsäureamid (LSA), ist ein dem Lysergsäurediethylamid (LSD) verwandter Stoff aus der Gruppe der Mutterkornalkaloide. LSA kann als Grundstoff für Synthese von LSD dienen. Alleine entfaltet es beim Menschen eine dem LSD ähnliche, aber nicht die gleiche Wirkung halluzinogenen Typs. Ergin kommt im Gegensatz zum LSD auch in der Natur vor, unter anderem in den Samen von Rivea corymbosa und in den Samen der Hawaiianischen Holzrose (Argyreia nervosa) vor. Wie bei den meisten Naturdrogen ist der Gehalt der Stoffe je nach Anbauregion und Sorte schwankend.

Die halluzinogene Wirkung hält üblicherweise 4–8 Stunden an, wobei die eigentliche Wirkung je nach Zubereitungs- und Konsumform nach etwa 30 Minuten bis zwei Stunden einsetzt. Bei mangelnder Zerkleinerung der Samen kann eine Wirkung auch erst Stunden später (Gefahr der Überdosierung) oder gar nicht eintreten. Während ein Teil der Nebenwirkungen anderen Stoffen in den Samen zugeschrieben wird, ist nicht klar, inwiefern Ergin selbst ungewollte Effekte in höheren Dosen hervorrufen kann.

Schwangere sollten aufgrund möglicher Gebärmutterkontraktionen kein Ergin zu sich nehmen. Ebenso ist Ergin für Personen mit Leberfunktionsstörung gefährlich. Die häufigste Nebenwirkung ist Übelkeit, die wenige Minuten bis mehrere Stunden nach Einnahme auftreten kann.

Je nach Konsummaterial, Konsumform (von Zerkauen und Essen der ganzen Samen bis zum Kaltwasserauszug mit Abseihen des Suds), Konsummenge und individueller Veranlagung kommt es unterschiedlich häufig und stark zu Übelkeit oder seltener Erbrechen. Es können durch Konsum chemisch gegen Schimmel behandelter Samen Vergiftungserscheinungen auftreten. Schon bei geringen, vor allem aber bei höheren Dosierungen kann es zu Kreislaufproblemen und damit verbundenen Blackouts kommen. Dies kann das Risiko zu stürzen erhöhen. Oftmals wird bei höheren Dosen auch von einem Stechen in den Beinen berichtet.

Der Körper fühlt sich im Rausch teilweise träge an, gerade zu Beginn kann ein Mattigkeitsgefühl vorherrschen. Das Schmerzempfinden kann stark reduziert sein. Es kann zu Verstopfung kommen. Besonders bei hohen Dosen können sich Paranoia oder Horrortrips entwickeln. Wie bei allen halluzinogen Substanzen besteht zudem die Gefahr der Aktivierung latenter Psychosen oder die Möglichkeit der Entstehung einer Drogenpsychose.

Auch wenn LSA nicht dem Betäubungsmittelgesetz (BtMG) unterliegt, kommt ein anderes Gesetz in Betracht: das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG), das am 26. November 2016 in Kraft getreten ist.[13] Es erfasst nicht einzelne Stoffe, sondern ganze Stoffgruppen; dazu gehören auch LSD-ähnliche Lysergsäureamide (Nummer 5.2 der Anlage).[14] Das NpSG verbietet unter anderem Handel, Herstellung, Erwerb und Besitz; strafbar sind die Handlungen, die auf eine Weitergabe zielen.[13]

Das Arzneimittelgesetz greift bei reinen Rauschmitteln nicht: Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 10. Juli 2014 sind Stoffe, die nur zum Rausch konsumiert werden und der Gesundheit nicht zuträglich sind, keine Arzneimittel.[15] Ob LSA oder LSA-haltige Samen im Einzelfall unter das NpSG oder das Arzneimittelgesetz fallen, lässt sich hier nicht beurteilen; dafür ist eine Rechtsanwältin oder ein Rechtsanwalt die richtige Stelle.

Einzelnachweise

  1. ↑ 21 CFR § 1308.11 (Schedule I), Einträge „Lysergic acid diethylamide“, „Psilocybin“, „Psilocyn“. Abgerufen am 23.09.2026.
  2. ↑ Oregon Health Authority: Oregon Psilocybin Services: „Psilocybin service centers began to open their doors to clients in the summer of 2023.“ Abgerufen am 23.09.2026.
  3. ↑ Stateline, 06.01.2025: Colorado can now issue licenses to psychedelic mushroom therapy facilitators: „The voter-approved program will allow licensed facilitators to conduct therapeutic sessions using psilocybin … starting in 2025.“ Abgerufen am 23.09.2026.
  4. ↑ Misuse of Drugs Act 1971, Schedule 2, Part I (Class A drugs), Einträge „Lysergide and other N-alkyl derivatives of lysergamide“, „Psilocin“ und „Fungus (of any kind) which contains psilocin or an ester of psilocin“. Abgerufen am 23.09.2026.
  5. ↑ 5,0 5,1 5,2 Schindler EAD, Sewell RA, Gottschalk CH, Luddy C, et al. (2022). "Exploratory investigation of a patient-informed low-dose psilocybin pulse regimen in the suppression of cluster headache: Results from a randomized, double-blind, placebo-controlled trial". Headache 62 (10): 1383-1394. doi:10.1111/head.14420. PMID 36416492. 
  6. ↑ 6,0 6,1 Schindler EAD, Sewell RA, Gottschalk CH, Flynn LT, Zhu Y, et al. (2024). "Psilocybin pulse regimen reduces cluster headache attack frequency in the blinded extension phase of a randomized controlled trial". J Neurol Sci 460: 122993. doi:10.1016/j.jns.2024.122993. PMID 38581739. 
  7. ↑ "CCH attack frequency reduction after psilocybin correlates with hypothalamic functional connectivity". Headache 64 (1): 55-67. 2024. doi:10.1111/head.14656. PMID 38238974. 
  8. ↑ Im JJH, Sandoe CH (2025). "Psychedelics and Headache Disorders: an Update". Curr Neurol Neurosci Rep 25 (1): 57. doi:10.1007/s11910-025-01446-2. PMID 40782223. 
  9. ↑ Brendstrup-Brix K, Ozenne B, Fisher PM u. a. (2026). "Effects of psilocybin on sleep quality and brain microstructure in chronic cluster headache". J Psychopharmacol. doi:10.1177/02698811261449380. PMID 42212900.  Im Wortlaut: „Subjective sleep quality improved in CCH patients after psilocybin“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  10. ↑ 10,0 10,1 Betäubungsmittelgesetz, Anlage I (zu § 1 Abs. 1): nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel. Einträge „Psilocybin“ und „Psilocin (Psilotsin)“; letzter Spiegelstrich: „Stoffe nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b bis d mit in dieser oder einer anderen Anlage aufgeführten Stoffen sowie die zur Reproduktion oder Gewinnung von Stoffen nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe b bis d geeigneten biologischen Materialien, wenn ein Missbrauch zu Rauschzwecken vorgesehen ist.“ Am 23.09.2026 auf gesetze-im-internet.de geprüft.
  11. ↑ § 2 Betäubungsmittelgesetz (Sonstige Begriffe). Am 23.09.2026 auf gesetze-im-internet.de geprüft.
  12. ↑ § 29 Betäubungsmittelgesetz (Straftaten). Am 23.09.2026 auf gesetze-im-internet.de geprüft.
  13. ↑ 13,0 13,1 Bundesministerium für Gesundheit: Das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG). Im Wortlaut u. a.: „das am 26. November 2016 in Kraft getreten ist“; „Das NpSG enthält in Ergänzung zum einzelstofflichen Ansatz des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) eine Stoffgruppenregelung“; „Das Verbot erfasst“ das Handeltreiben, das Inverkehrbringen, die Herstellung, „die Ein-, Aus- und Durchfuhr, den Erwerb, den Besitz“ und das Verabreichen von NPS; „Mit einem strafbewehrten Verbot des auf eine Weitergabe zielenden Umgangs mit NPS wird die Verbreitung dieser Stoffe bekämpft“; „Mit dem Gesetz wird die durch ein Urteil des Europäischen Gerichthofs (EuGH) vom Juli 2014 zum Arzneimittelgesetz entstandene Regelungs- und Strafbarkeitslücke geschlossen.“ Abgerufen am 23.09.2026.
  14. ↑ Bundesrat, Drucksache 403/21: Zweite Verordnung zur Änderung der Anlage des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetzes, Anlage Nummer 5 „Von Tryptamin abgeleitete Verbindungen“, Nummer 5.2 (Ergolene); Substituenten R3 und R4: „Wasserstoff, Alkyl- (bis C5), Cyclopropyl-, Allyl- und 1-Hydroxyalkyl (bis C2)-Gruppen“. Abgerufen am 23.09.2026.
  15. ↑ Gerichtshof der Europäischen Union, Urteil vom 10. Juli 2014, verbundene Rechtssachen C-358/13 und C-181/14 (curia.europa.eu).

Hinweis: Der Abschnitt "Ergin / LSA" basiert auf einem Text, der aus der freien Enzyklopädie Wikipedia übernommen wurde. Eine Liste der ursprünglichen Autoren befindet sich auf der Versionsseite des Wikipedia Artikels zu Ergin


Reaktion des Cluster-Kopfschmerz auf Selbstbehandlung mit Samen, die Lysergsäureamid (LSA) enthalten

Sewell R.A.; Reed K.; Cunningham M. (Übersetzung)

Ziel: Diese Studie beabsichtigte, zu erforschen, ob LSA, ein natürliches und legales Analogum zum LSD, das in den Samen der Pflanzen Prunkwinde und Hawaiianische Holzrose vorkommt, und Ololiuqui therapeutischen Einfluss auf Cluster-Attacken, Cluster-Perioden oder Remissionsphasen bei CK haben.

Hintergrund: Einzelberichte, die sowohl in der Zeitschrift Neurology® als auch im Internet publiziert wurden, deuten an, das LSD oder Psilocybin eine bemerkenswerte Remission bei CK hervorrufen können, oftmals schon bei sub-halluzinogenen Dosen. Patienten haben daraufhin zunehmend LSA zur Selbstbehandlung ihrer Krankheit genutzt, weil dieses legal und somit besser erhältlich ist als LSD oder Psilocybin.

Methode: 367 Patienten eines bereits bestehenden Registers von Cluster-Patienten, die eingewilligt haben, an klinischen Studien bezüglich CK teilzunehmen, wurden befragt um festzustellen, ob sie LSA enthaltende Samen zur Selbstbehandlung ihres CK nahmen. 66 Probanden taten dies oder hatten es getan. Alle Probanden, die 1) CK meldeten, 2) versucht hatten, ihren Kopfschmerz mit LSA-haltigen Samen zu behandeln, 3) eingewilligt hatten, zur Evaluation telefonisch oder per E-Mail kontaktiert zu werden und 4) uns erlaubt hatten, uns Kopien ihrer medizinischen Berichte zu beschaffen, wurden interviewt, um die Wirkung von LSA auf die Intensität und Frequenz ihrer Cluster-Attacken wie auch auf eine Cluster-Periode sowie die Länge einer Remissionsphase zu ermitteln.

Die Halluzinogen-Beurteilungsskala (HRS) und das Peak Experience Profile (PEP) wurden ebenso herangezogen, um die Intensität der subjektiven Wirkung, die erfahren wird, zu quantifizieren. Die Probanden wurden ebenfalls ermuntert, ein Gramm der Samen, die sie zu sich genommen hatten, zur Analyse des LSA-Gehaltes einzuschicken.

Ergebnisse: Die Samenanalyse ergab weite und unvorhersehbare Variation bezüglich des Alkaloid-Gehalts; somit betrug die Dosierung, die Patienten sich selber zugeführt hatten zwischen 0 und 2,8 mg. 38% berichteten, dass die Samen ebenso effektiv wirkten wie ein Akutmedikament. Von den Episodikern berichteten 43% von einem Ende ihrer Cluster-Periode, und weitere 29% spürten eine teilweise Wirkung. Alle, die 0,5 mg oder weniger Alkaloide zu sich nahmen, sprachen auf die Behandlung nicht an.

Von den Chronikern berichteten 56% von schmerzfreien Perioden zwischen zwei und 120 Tagen (durchschnittlich 25, Standardabweichung 37). Hier sprachen alle, die 1 mg oder weniger Alkaloide zu sich nahmen, auf die Behandlung nicht an. Die vier Probanden, die während einer Remissionsphase LSA-haltige Samen zu sich nahmen, um diese zu verlängern, berichteten alle, dass die nächste erwartete Cluster-Periode übersprungen wurde. 93% der Probanden nahmen LSA in einer Dosis ein, die niedrig genug war, um keine psychoaktiven Effekte hervorzurufen.

Schlussfolgerung: Alkaloide in Samen, die als LSA-haltig bekannt sind, können erfolgreich sein bei der Unterbrechung von Cluster-Attacken, bei der Beendigung von Cluster-Perioden und der Verlängerung von Remissionsphasen, möglicherweise durch einen Mechanismus, der sich von der halluzinogenen Wirkung der Samen unterscheidet. Kliniker sollten sich der zunehmenden Popularität dieser Methode der Selbstbehandlung bei ihren Patienten bewusst sein.

Quelle: Sewell R.A.; Reed K.; Cunningham M: Response of Cluster Headache to Self-Administration of Seeds Containing Lysergic Acid Amide (LSA). In: 50th Annual Scientific Meeting of the American Headache Society. Program Abstracts. Headache. 48: 16. DOI Poster presentation (PDF 3.5MB)

Übersetzung von Astrid, mit freundlicher Genehmigung.

Hinweis: Die Ergebnisse beruhen auf Befragungen von Betroffenen, die sich selbst behandelt hatten; eine Vergleichsgruppe gab es nicht. Die Samenanalyse der Untersuchung ergab eine „weite und unvorhersehbare Variation“ des Alkaloidgehalts; die eingenommene Alkaloidmenge lag zwischen 0 und 2,8 mg. Die europäische Leitlinie von 2023, nach der sich die Behandlung heute richtet, erwähnt LSA nicht.[1] Von Selbstversuchen ist abzuraten; zur Rechtslage in Deutschland siehe Ergin / LSA.

Beleg zum Hinweis:

  1. ↑ May A, Evers S, Goadsby PJ, Leone M, Manzoni GC, Pascual J, et al. (2023). "European Academy of Neurology guidelines on the treatment of cluster headache". Eur J Neurol 30 (10): 2955-2979. doi:10.1111/ene.15956. PMID 37515405.  LSA, LSD und Psilocybin kommen im Volltext (S. 2955–2979) nicht vor.

Weblinks zu Ergin / LSA

The Lancet - Editorial April 2006

That psychedelic drugs, such as LSD and MDMA (ecstasy), can be effective treatments for various psychiatric illnesses is an old idea. Once considered wonder drugs for their effects on anxiety, depression, alcoholism, and other mental illnesses, they have been effectively banished from medical practice after legal rulings banned their sale and use. Although such bans were largely put in place to quash concerns about rampant recreational drug use fuelling the counter cultures of the 1960s and 1980s (LSD and MDMA, respectively), criminalisation of these agents has also led to an excessively cautious approach to further research into their therapeutic benefits.

So do illicit drugs have therapeutic benefits that outweigh their substantial social harm? The evidence is scant. But the case of a man who emerged from a decade long period of intensive MDMA use - during which he is estimated to have taken 40 000 pills - with no signs of the profound neurotoxicity that has long been feared to result from even limited consumption of ecstasy, has reenergised calls for more research into the real side-effects, and therapeutic potential, of psychedelic drugs. Although some small-scale research projects using LSD, MDMA, and the active components of cannabis are now underway, the blanket ban on psychedelic drugs enforced in many countries continues to hinder safe and controlled investigation, in a medical environment, of their potential benefits.

Exaggerated risks of harm have contributed to the demonisation of psychedelic drugs as a social evil. But although this dangerous reputation generated and perpetuated by the often disproportionately stiff penalties for their use is helpful for law enforcement, it does not correspond to the evidence. Rather, the social prescription against psychedelic drugs that hinders properly controlled research into their effects and side-effects is largely based on social and legal, as opposed to scientific, concerns. To maximise research into therapeutic benefits without exacerbating real social harms a legal structure that recognises this distinction is sorely needed.

For the case report of intensive ecstasy use see Psychosomatics 2006; 47: 86–87 doi: 10.1176/appi.psy.47.1.86

Source: The Lancet, www.thelancet.com Vol 367 April 15, 2006

Literatur

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Siehe auch

Externe Links

Deutsch

  • Süddeutsche Zeitung, 25.09.2009: Trips mit dem Therapeuten Online
  • Landesarbeitsgemeinschaft DROGEN Berlin: pilzbroschuere.de (Link entfernt, Stand 23.09.2026: die Adresse wird heute zum Verkauf angeboten)

Englisch

  • entheogencorp.com (Link entfernt, Stand 23.09.2026: unter der Adresse stehen heute fachfremde Werbetexte)


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