Schmerzskala

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Auf einen Blick
  • Wie weh tut es? Menschen mit Cluster-Kopfschmerz bewerten ihre Attacken auf der Skala von 0 (kein Schmerz) bis 10 (stärkster vorstellbarer Schmerz) im Mittel mit 9,7. Gut 7 von 10 geben die Höchstnote.[1]
  • Im Vergleich: Wer auch eine Geburt, eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder einen Nierenstein erlebt hatte, bewertete diese Schmerzen im Mittel mit 7,2, 7,0 und 6,9.[1]
  • Die internationale Kopfschmerzklassifikation nennt den Schmerz in den schlimmsten Attacken „unerträglich“. Die meisten können dabei nicht liegen und laufen umher.[2]
  • Auch zwischen den Attacken hatte in einer großen Befragung fast jeder Zweite Schmerzen.[3]
  • Für den Kopfschmerzkalender reicht die Zahlenskala von 0 bis 10. Die KIP-Skala aus der Betroffenengemeinschaft misst etwas anderes.
Zuletzt gegen die Quellen geprüft: 24. September 2026 · Wie wir prüfen

Wie stark eine Cluster-Attacke schmerzt, beantwortet diese Seite zuerst mit Zahlen aus Studien. Danach geht es darum, mit welchen Skalen man Schmerz festhält: im eigenen Kopfschmerzkalender, beim Arzt und in Studien.

Wie weh tut eine Cluster-Attacke?

9,7 von 10
so bewerteten 1.604 Betroffene ihre Attacken im Mittel[1]
72 von 100
von ihnen gaben die Höchstnote 10[1]
47 von 100
hatten in einer anderen Befragung auch zwischen den Attacken Schmerzen[3]

Die internationale Kopfschmerzklassifikation verlangt für die Diagnose „starke oder sehr starke“ einseitige Schmerzen um das Auge, über dem Auge oder an der Schläfe. Unbehandelt dauert eine Attacke 15 bis 180 Minuten, und es kann zwischen einer Attacke jeden zweiten Tag und acht Attacken am Tag geben.[4] In der deutschen Fassung heißt es: „Während der schlimmsten Attacken ist die Schmerzintensität unerträglich. Die Patienten sind in der Regel nicht in der Lage, sich hinzulegen und laufen charakteristischerweise umher.“[2]

In einer Internet-Befragung von 2021, dem International Cluster Headache Questionnaire, bewerteten 1.604 Betroffene, deren Angaben die Diagnosekriterien erfüllten, ihre Attacken auf der Skala von 0 bis 10 im Mittel mit 9,7. 72,1 Prozent vergaben die Höchstnote 10, weitere 18,3 Prozent einen Wert zwischen 9,0 und 9,9. Zusammen gaben also gut neun von zehn Befragten mindestens eine 9.[1]

Wer andere starke Schmerzen selbst erlebt hatte, sollte auch diese bewerten:

Mittlere Bewertung auf der Skala von 0 bis 10
Cluster-Attacke
9,7
Geburt
7,2
Bauchspeicheldrüsen­entzündung (Pankreatitis)
7,0
Nierenstein
6,9
Alle übrigen abgefragten Schmerzen lagen im Mittel zwischen 4,0 und 7,2. Die Bewertungen stammen von denselben Befragten, jeweils für Schmerzen, die sie selbst erlebt hatten.

Der Cluster-Kopfschmerz wurde deutlich höher bewertet als jeder andere abgefragte Schmerz. Die Einzelwerte aller Schmerzarten stehen in Abbildung 1 der Studie; im Text der Studie sind nur die ersten drei beziffert.[1] Wer selbst schon einen Nierenstein, eine Migräne oder eine Gelenkentzündung (Arthritis) erlebt hatte, gab dem Cluster-Kopfschmerz sogar häufiger die Höchstnote 10 als die übrigen Befragten.[1]

Was der Vergleich sagt – und was nicht

Die Autoren nennen selbst die Grenzen ihrer Studie: Die Diagnose wurde nur über Fragebogen gestellt, nicht im ärztlichen Gespräch. Erinnerungen können täuschen; beim Geburtsschmerz kann die Erinnerung zum Beispiel ein Mittel aus dem stärksten Moment und dem Ende sein. Ob bei der Geburt eine Betäubung wie eine PDA gegeben wurde, wurde nicht gefragt. Wer bei einer Befragung über Cluster-Kopfschmerz mitmacht, hat womöglich einen schwereren Cluster-Kopfschmerz als der Durchschnitt, aber nicht unbedingt schwerere andere Schmerzen. Und der Cluster-Kopfschmerz wurde immer zuerst bewertet.[1] Die Tabelle ist deshalb keine allgemeingültige Rangliste der schlimmsten Schmerzen. Sie zeigt aber, wie hoch Betroffene ihre Attacken einstufen, selbst im Vergleich mit anderen starken Schmerzen, die sie selbst erlebt haben.

Die Zahlen ordnen Schmerzen, sie messen sie nicht wie eine Waage: Eine 10 bedeutet nicht doppelt so viel Schmerz wie eine 5, und aus 9,7 gegen 7,2 lässt sich kein „um so viel Prozent schlimmer“ ausrechnen.

Wie sich der Schmerz anfühlt, schildern Betroffene auf den Seiten Symptome und Patientenberichte. Was Freunde, Kollegen und Vorgesetzte darüber wissen sollten, steht im Brief für Freunde und Kollegen.

Schmerz auch zwischen den Attacken

In einer Befragung von 825 Menschen mit ärztlich festgestelltem Cluster-Kopfschmerz (2021) berichteten 47 Prozent, also fast die Hälfte, über anhaltende Schmerzen im Cluster-Bereich auch zwischen den Attacken: bei 37 Prozent auf der Seite der Attacken, bei 9 Prozent auf beiden Seiten, bei 1 Prozent nur auf der anderen Seite. Beim chronischen Verlauf kamen sie häufiger vor als beim episodischen. Die internationale Klassifikation erwähnt solche Schmerzen bisher nicht ausdrücklich.[3] Wer nur die stärkste Attacke notiert, erfasst diesen Schmerz nicht.

Wie man Schmerz festhält

Eine Schmerzskala misst nicht wie ein Thermometer, sondern hält fest, wie stark ein Mensch seinen Schmerz selbst empfindet. Sie eignet sich vor allem, um die Attacken desselben Menschen miteinander zu vergleichen, etwa vor und nach einer neuen Behandlung.

Es gibt verschiedene Skalen zur subjektiven Schmerzbeurteilung. Unter Cluster-Kopfschmerz Patienten hat sich die zehnstufige Skala des US-amerikanischen Cluster-Kopfschmerzpatienten Bob Kipple (1939 - 2006) eingebürgert, die an das Schmerzempfinden von Cluster-Kopfschmerz Patienten angelehnt ist. Nach dem Spitznamen von Bob Kipple wird diese Skala „KIP-Skala“ genannt. In der Medizin und in der Schmerzforschung werden in der Regel die Numerische Rating-Skala (NRS) oder die Visuelle Analog-Skala (VAS) verwendet.

Numerische Rating-Skala

Bei der Numerischen Rating Skala (NRS), engl. „Numeric Rating Scale“, gibt der Patient seine subjektiv empfundene Schmerzstärke als Wert aus einem Wertebereich an, üblicherweise zwischen 0 und 10. 0 steht für kein Schmerz, 10 für den stärksten vorstellbaren Schmerz. So fragt auch der Clusterkopfschmerz-Kalender der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): „0 = kein Schmerz, 10 = stärkster vorstellbarer Schmerz“.[5] Weitere Kalender stehen unter Kopfschmerztagebücher.

Visuelle Analog-Skala

Die Visuelle Analog-Skala (VAS) ist eine Skala zur Messung der subjektiven Schmerzempfindung. Meistens handelt es sich um eine 100 mm lange Linie, deren Endpunkte extreme Zustände darstellen, wie z. B. kein Schmerz - unerträglicher Schmerz. Die subjektive Empfindung wird durch einen vertikalen Strich auf der Linie markiert. Der angegebene Wert wird als Prozentzahl oder mittels einer definierten Skala, meist von 0 bis 10, quantifiziert.

Verbale Rating-Skala

Eine verbale Rating-Skala (VRS), engl. „Verbal Rating Scale“, ist eine subjektive Bewertung, deren Stufen durch Worte oder Begriffsgruppen repräsentiert werden. Hierbei wird die Stärke des Schmerzes in Begriffe gefasst, zum Beispiel:

  • VRS-4: Kein Schmerz - mäßig - stark - stärkster vorstellbarer Schmerz
  • VRS-5: Kein Schmerz - mäßig - mittelstark - stark - stärkster vorstellbarer Schmerz
  • VRS-6: Kein Schmerz - leicht - mäßig - stark - sehr stark - unerträglicher Schmerz

KIP-Skala

Die KIP-Skala stammt aus der Betroffenengemeinschaft, nicht aus der Forschung. In den Studienempfehlungen der IHS von 2022 sind nur die fünfstufige Skala, die VAS und die Zahlenskala genannt.[6] Ihre Stufen beschreiben nicht nur die Schmerzstärke, sondern auch Schlaf, Verhalten und Gefühle. Ein „KIP 8“ ist deshalb nicht dasselbe wie eine 8 auf der Zahlenskala. Für Gespräche unter Betroffenen kann sie trotzdem anschaulich sein.

Stufe So beschreibt die KIP-Skala die Stufe
0 Keine Schmerzen, das Leben ist wunderbar.
1 Sehr geringer Schmerz, der schleichend kommt und geht. Immer noch ist das Leben schön.
2 Die Schmerzen werden langsam dauerhaft.
3 Die Schmerzen festigen sich, aber man kann damit leben.
4 Es geht dir schon schlechter, du möchtest alleine sein.
5 Noch nicht ganz schlimm, aber dir reicht’s.
6 Nervöses Aufwachen durch den Schmerz, kleine Aggressionen, jedoch schafft man es, weiter zu schlafen.
7 Aufgeweckt durch den heftigen Schmerz läufst du ziellos durch die Gegend und kannst nicht mehr schlafen. Hinterher fällst du völlig erschöpft ins Bett.
8 Du fängst an zu schreien, irrst herum, schlägst deinen Kopf gegen die Wand und versuchst alles, was den Schmerz mindern könnte.
9 Das "Warum gerade ich?"-Syndrom fängt an!
10 Größtmöglicher Schmerz, lautes Schreien, Aggressionen und Depressionen, du denkst an Selbstmord.

Wer an Suizid denkt, wie es die oberste Stufe der KIP-Skala beschreibt, muss damit nicht allein bleiben: Die TelefonSeelsorge ist Tag und Nacht kostenlos erreichbar unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 und 116 123.[7]

Skalen in klinischen Studien

Nach der ersten Empfehlung der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS) von 1995 sollte für klinische Studien zum Cluster-Kopfschmerz die folgende fünfstufige verbale Schmerzskala oder eine visuelle Analog-Skala verwendet werden:

  • Headache pain rating: None (0), mild (1), moderate (2), severe (3), excruciating (4)
  • Kopfschmerz Bewertung: Keine (0), mild (1), mäßig (2), heftig (3), qualvoll (4).

Seit 2022 gilt eine überarbeitete Fassung, siehe unten.

Für die Bewertung der Schmerzintensität bei Studien zur Migräne empfiehlt die IHS 2012 die folgende vierstufige Stufenskala:

  • 0 = no headache; 1 = mild headache; 2 = moderate headache; 3 = severe headache.
  • 0 =kein Kopfschmerz; 1 = mild; 2 = mäßig; 3 = heftig.

Was die Internationale Kopfschmerzgesellschaft heute für Studien empfiehlt

2022 hat die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS) ihre Empfehlungen für Studien zum Cluster-Kopfschmerz überarbeitet; die erste Fassung von 1995 war bis dahin nie erneuert worden.[6] Die Stärke einer Attacke soll auf einer fünfstufigen Skala festgehalten werden:

  • 0 = kein Kopfschmerz, 1 = leicht, 2 = mäßig, 3 = stark, 4 = sehr stark (very severe).

Stattdessen darf auch eine 100 Millimeter lange Linie (VAS) oder die Zahlenskala von 0 bis 10 (NRS) benutzt werden. In Studien zur Vorbeugung soll die Schmerzstärke allein nicht das Hauptziel sein, höchstens ein Nebenziel. In Studien zur Behandlung der Attacke empfiehlt die IHS als Hauptziel: schmerzfrei nach 15 Minuten, ohne dass in den folgenden 3 Stunden wieder Schmerz auftritt.[6]

Die oberste Stufe heißt damit nicht mehr „excruciating“ (qualvoll) wie 1995, sondern „very severe“ (sehr stark).

Die Belastung messen: der CHIQ

Eine Schmerzskala fragt nur: Wie stark tut es weh? Der Cluster Headache Impact Questionnaire (CHIQ) fragt dagegen: Was macht die Krankheit mit dem Leben? Er wurde zuerst auf Deutsch entwickelt und 2022 an 254 Betroffenen geprüft. Er hat acht Fragen, die sich auf die letzte Woche beziehen; jede Frage wird mit 0 („nie“) bis 5 („immer“) beantwortet, zusammen ergeben sich 0 bis 40 Punkte.[8][9] Die Antworten hängen gut zusammen und blieben bei einer Wiederholung stabil. Menschen mit chronischem Verlauf kamen im Mittel auf 25,8 Punkte, Menschen in einer aktiven episodischen Phase auf 23,3 und Menschen in der Pause auf 13,6.[8]

2024 wurde die englische Fassung geprüft und in fünf Stufen eingeteilt:[9]

Punkte Stufe
0 bis 4 keine bis geringe Belastung
5 bis 14 mäßige Belastung
15 bis 23 schwere Belastung
24 bis 29 sehr schwere Belastung
30 bis 40 extreme Belastung

Höhere Stufen gingen mit mehr Attacken und häufigerem Gebrauch von Attackenmitteln einher.[9]

Welche Skala wofür?

  • Für das eigene Kopfschmerztagebuch und das Gespräch in der Praxis: die Zahlenskala von 0 bis 10, dazu Dauer, Zahl der Attacken und die genommenen Mittel.
  • Für Studien: die Empfehlungen der IHS von 2022.
  • Für die Belastung im Alltag: der CHIQ.
  • Für den Austausch unter Betroffenen: die KIP-Skala, mit dem Wissen, dass sie etwas anderes misst.

Literatur

  • Lipton, RB.; Micieli, G.; Russell, D.; Solomon, S.; Tfelt-Hansen, P.; Waldenlind, E. (Dec 1995). "(International Headache Society Committee on Clinical Trials in Cluster Headache): Guidelines for controlled trials of drugs in cluster headache.". Cephalalgia 15 (6): 452-62. doi:10.1046/j.1468-2982.1995.1506452.x. PMID 8706107. 
  • Tfelt-Hansen, P.; Pascual, J.; Ramadan, N.; Dahlöf, C.; D'Amico, D.; Diener, HC.; Hansen, JM.; Lanteri-Minet, M.; et al. (Jan 2012). "Guidelines for controlled trials of drugs in migraine: third edition. A guide for investigators.". Cephalalgia 32 (1): 6-38. doi:10.1177/0333102411417901. PMID 22384463. 

Externe Links

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Burish MJ, Pearson SM, Shapiro RE, Zhang W, Schor LI (2021). "Cluster headache is one of the most intensely painful human conditions: Results from the International Cluster Headache Questionnaire". Headache 61 (1): 117–124. doi:10.1111/head.14021. PMID 33337540.  PMC7898696, Volltext am 23.09.2026 über Europe PMC gelesen. Im Wortlaut: „Cluster headache attacks were rated as 9.7 ± 0.6 (mean ± standard deviation) on the numerical rating scale, followed by labor pain (7.2 ± 2.0), pancreatitis (7.0 ± 1.5), and nephrolithiasis (6.9 ± 1.9). The majority of cluster headache respondents rated a cluster headache attack at maximal or 10.0 pain (72.1%, 1157/1604).“; „the rest of the disorders fell in a more continuous spectrum between 4.0 and 7.2“; „Pain intensity was rated between 9.0 and 9.9 in 18.3%“; Grenzen: „recall bias“, „the fact that the diagnoses of cluster headache were not confirmed by physician interview“, „recalled labor pain may be an average of peak and end pain“, „a respondent receiving epidural anesthesia for labor pain, for example, may in fact rate pain as higher“, „all respondents were asked to rate the pain of cluster headache before rating any other disorders“, „there may be selection bias for cluster headache but not other pain disorders“; „respondents who experienced nephrolithiasis, migraine, or arthritis were more likely to give their cluster headache pain a score of 10 than those that had not experienced those pain conditions“. Zahlen am 24.09.2026 erneut im Volltext geprüft.
  2. ↑ 2,0 2,1 Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung: 3.1 Clusterkopfschmerz, am 23.09.2026 gelesen. Diagnostische Kriterien im Wortlaut: „Starke oder sehr starke einseitig orbital, supraorbital und/oder temporal lokalisierte Schmerzattacken, die unbehandelt 15 bis 180 Minuten anhalten“; „mindestens eines der folgenden Symptome oder Zeichen, jeweils ipsilateral zum Kopfschmerz“ (konjunktivale Injektion und/oder Lakrimation; nasale Kongestion und/oder Rhinorrhoe; Lidödem; Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichtes; Miosis und/oder Ptosis) oder „körperliche Unruhe oder Agitiertheit“; „Die Attackenfrequenz liegt zwischen 1 jeden zweiten Tag und 8 pro Tag“. Aus der Beschreibung: „Während der schlimmsten Attacken ist die Schmerzintensität unerträglich. Die Patienten sind in der Regel nicht in der Lage, sich hinzulegen und laufen charakteristischerweise umher.“; „Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen 20 und 40 Jahren. Aus bisher nicht bekannten Gründen sind Männer dreimal häufiger betroffen als Frauen. Akute Attacken gehen mit einer Aktivierung des posterioren hypothalamischen Graus einher.“ Aus dem Kommentar: „Die Attacken treten üblicherweise in Serien auf, die Wochen oder Monate andauern (sogenannte Clusterepisoden). Dazwischen liegen Remissionszeiten, die meist Monate oder Jahre anhalten. Bei etwa 10% bis 15% der Patienten tritt jedoch ein 3.1.2 chronischer Clusterkopfschmerz ohne derartige Remissionen auf. In einer großen Serie von Verläufen konnte gezeigt werden, dass ein Viertel der Patienten lediglich eine Clusterepisode aufwies.“; „Während einer Clusterepisode des 3.1.1 episodischen Clusterkopfschmerzes und beim 3.1.2 chronischen Clusterkopfschmerz kommt es regelmäßig zu Attacken. Diese können durch Alkohol, Histamin oder Nitroglyzerin ausgelöst werden.“
  3. ↑ 3,0 3,1 3,2 Göbel CH, Karstedt S, Heinze A, Koch B, Göbel H (2021). "Phenotype of cluster headache: clinical variability, persisting pain between attacks, and comorbidities – an observational cohort study in 825 patients". Pain Ther 10 (2): 1121–1137. doi:10.1007/s40122-021-00267-8. PMID 33945123.  PMC8586113, Volltext am 23.09.2026 über Europe PMC gelesen. Im Wortlaut: „Persisting pain between individual cluster attacks has not yet been explicitly mentioned in ICHD-3. These were found in 47% of patients between attacks. Persisting pain occurred ipsilaterally in 37%, bilaterally in 9%, and contralaterally in 1% of patients. They are more common in chronic cluster headache than in episodic cluster headache.“
  4. ↑ Headache Classification Committee of the International Headache Society: The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition (ICHD-3), 3.1 Cluster headache, am 23.09.2026 gelesen. Kriterium B: „Severe or very severe unilateral orbital, supraorbital and/or temporal pain lasting 15-180 minutes (when untreated)“; Kriterium D: „Occurring with a frequency between one every other day and 8 per day“.
  5. ↑ DMKG: Clusterkopfschmerz-Kalender (PDF-Datei, © DMKG 2024), am 24.09.2026 gelesen. Im Wortlaut: „0 = kein Schmerz, 10 = stärkster vorstellbarer Schmerz“.
  6. ↑ 6,0 6,1 6,2 Schoenen J, Snoer AH, Brandt RB u. a.; IHS Standing Committee for Clinical Trials (2022). "Guidelines of the International Headache Society for controlled clinical trials in cluster headache". Cephalalgia 42 (14): 1450–1466. doi:10.1177/03331024221120266. PMID 36268950.  Am 23.09.2026 beim Verlag gelesen. Im Wortlaut: „Recording of pain severity is recommended using a five-point ordinal scale: 0=no headache, 1=mild headache, 2=moderate headache, 3=severe headache and 4=very severe headache.“; „Alternatively a 100-mm visual analogue scale (VAS) or an 11-point numerical rating scale (NRS) can be used.“; „Pain-freedom at 15 minutes without recurrence of any level of pain within 3 hours in the first treated attack.“; „Headache severity alone is not recommended as a primary outcome measure in preventive treatment trials, but may be included as a secondary endpoint for assessment of headache related disability.“ Zusammenfassung: Die erste Ausgabe von 1995 sei nie überarbeitet worden.
  7. ↑ TelefonSeelsorge Deutschland, am 23.09.2026 aufgerufen: „0800 1110111 0800 1110222 116 123“; „Ihr Anruf ist kostenfrei“; „Tag und Nacht erreichbar“.
  8. ↑ 8,0 8,1 Kamm K, Straube A, Ruscheweyh R (2022). "Cluster Headache Impact Questionnaire (CHIQ) – a short measure of cluster headache related disability". J Headache Pain 23 (1): 37. doi:10.1186/s10194-022-01406-y. PMID 35303796.  Im Wortlaut: „The 8-item Cluster Headache Impact Questionnaire (CHIQ) was developed based on a literature review and patient and expert interviews. The questionnaire was tested in 254 CH patients“; „Internal consistency (Cronbach's α = 0.88) and test-retest reliability (ICC 0.91, n = 41) were good.“; „CHIQ scores significantly differentiated between chronic CH (25.8 ± 6.5), active episodic CH (23.3 ± 6.9) and episodic CH patients in remission (13.6 ± 11.9“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  9. ↑ 9,0 9,1 9,2 Kamm K, Straube A, Burish M, Ruscheweyh R (2024). "Disability in cluster headache is more than attack frequency – results from and validation of the English version of the Cluster Headache Impact Questionnaire (CHIQ)". J Headache Pain 25 (1): 128. doi:10.1186/s10194-024-01838-8. PMID 39103768.  PMC11299406, Volltext am 23.09.2026 über Europe PMC gelesen. Im Wortlaut: „a short, disease-specific disability questionnaire first developed and validated in German“; „Items are rated on a 6-point Likert scale from 0 (“never”) to 5 (“always”), resulting in total scores from 0 to 40. A timeframe of 1 week was chosen“; „the CHIQ was graded into 5 levels from “no to low impact” to “extreme impact” based on the patients’ perception. Higher CHIQ grading was associated with higher attack and acute medication frequency“; Tabelle 4: 0–4 „No to low impact“, 5–14 „Moderate impact“, 15–23 „Severe impact“, 24–29 „Very severe impact“, 30–40 „Extreme impact“.