Schmerzskala

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Auf einen Blick
  • Wie weh tut es? Auf der Zahlenskala von 0 (kein Schmerz) bis 10 (stärkster vorstellbarer Schmerz) geben Menschen mit Cluster-Kopfschmerz ihren Attacken im Mittel eine 9,7. Gut 7 von 10 geben die Höchstnote. Die internationale Kopfschmerzklassifikation nennt den Schmerz in den schlimmsten Attacken „unerträglich“.[1][2]
  • Im Vergleich: Andere starke Schmerzen, die sie selbst erlebt hatten, bewerteten die Befragten deutlich niedriger, zum Beispiel eine Geburt mit 7,2, einen Nierenstein mit 6,9 und einen Knochenbruch mit 5,2.[1]
  • Auch zwischen den Attacken hatte in einer großen Befragung fast jeder Zweite Schmerzen.[3]
  • Welche Skala wofür? Für den Kopfschmerzkalender und das Gespräch in der Praxis genügt die Zahlenskala von 0 bis 10. Studien zum Cluster-Kopfschmerz nutzen eine Wortskala mit fünf Stufen, die Zahlenskala oder eine 100 Millimeter lange Linie (VAS). Die KIP-Skala stammt aus der Betroffenengemeinschaft. Ihre Stufen beschreiben auch Schlaf und Verhalten, sie misst also nicht nur die Stärke des Schmerzes.[4][5][6]
Zuletzt gegen die Quellen geprüft: 25. September 2026 · Wie wir prüfen

Wie stark schmerzt eine Cluster-Attacke? Darauf antwortet diese Seite zuerst mit Zahlen aus Studien. Danach geht es um die Skalen, mit denen man Schmerz festhält: im eigenen Kopfschmerzkalender, beim Arzt und in Studien.

Wie weh tut eine Cluster-Attacke?

9,7 von 10
so stark bewerteten 1.604 Betroffene ihre Attacken im Mittel[1]
72 von 100
von ihnen gaben die Höchstnote 10[1]
15 bis 180
Minuten dauert eine Attacke ohne Behandlung[7]
bis zu 8
Attacken am Tag[7]

Die internationale Kopfschmerzklassifikation verlangt für die Diagnose „starke oder sehr starke“ einseitige Schmerzen um das Auge, über dem Auge oder an der Schläfe.[7] In der deutschen Fassung heißt es: „Während der schlimmsten Attacken ist die Schmerzintensität unerträglich. Die Patienten sind in der Regel nicht in der Lage, sich hinzulegen und laufen charakteristischerweise umher.“ Meist kommen die Attacken in Serien, die Wochen oder Monate dauern. Bei etwa 10 bis 15 von 100 Betroffenen hören sie nicht für längere Zeit auf (chronischer Verlauf).[2]

Die Zahlen zur Stärke stammen aus einer Internet-Befragung von 2021, dem International Cluster Headache Questionnaire. Ausgewertet wurden 1.604 Betroffene, deren Angaben die Diagnosekriterien erfüllten. Fast alle lagen ganz oben: Gut neun von zehn Befragten gaben ihren Attacken mindestens eine 9.[1]

Im Vergleich mit anderen Schmerzen

Wer in der Befragung andere starke Schmerzen selbst erlebt hatte, sollte auch diese bewerten. Alle lagen deutlich unter der Cluster-Attacke: am höchsten die Geburt mit 7,2, am niedrigsten eine Gelenkentzündung (Arthritis) mit 4,0.[1] Mit dem Regler darunter können Sie den stärksten Schmerz, den Sie selbst kennen, danebenlegen.

Mittlere Bewertung auf der Skala von 0 bis 10
Cluster-Attacke
9,7
Geburt
7,2
Bauchspeicheldrüsen­entzündung (Pankreatitis)
7,0
Nierenstein
6,9
Gallensteine
6,3
Bandscheibenvorfall
5,9
Migräne-Attacke
5,4
Fibromyalgie
5,2
Knochenbruch
5,2
Herzinfarkt
5,0
Ischias-Schmerz (lumbale Radikulopathie)
5,0
Gelenkentzündung (Arthritis)
4,0
Mittelwerte derselben Befragten. Jeden Schmerz bewerteten nur die, die ihn selbst erlebt hatten, je nach Schmerz 30 bis 868 Menschen.

Was der Vergleich sagt – und was nicht

Die Autoren nennen selbst die Grenzen ihrer Studie:[1]

  • Die Diagnose wurde nur über Fragebogen gestellt, nicht im ärztlichen Gespräch.
  • Erinnerungen können täuschen. Beim Geburtsschmerz kann die Erinnerung zum Beispiel ein Mittel aus dem stärksten Moment und dem Ende sein. Ob eine Betäubung wie eine PDA gegeben wurde, wurde nicht gefragt, und nach dem Geburtsschmerz wurden nur Frauen gefragt.
  • Wer bei einer Befragung über Cluster-Kopfschmerz mitmacht, hat womöglich einen schwereren Cluster-Kopfschmerz als der Durchschnitt, aber nicht unbedingt schwerere andere Schmerzen.
  • Der Cluster-Kopfschmerz wurde immer zuerst bewertet.

Der Vergleich ist deshalb keine allgemeingültige Rangliste der schlimmsten Schmerzen. Er zeigt aber, wie hoch Betroffene ihre Attacken einstufen, selbst im Vergleich mit anderen starken Schmerzen, die sie selbst erlebt haben. Wer schon einen Nierenstein, eine Migräne oder eine Gelenkentzündung erlebt hatte, gab dem Cluster-Kopfschmerz sogar häufiger die Höchstnote 10 als die übrigen Befragten.[1]

Die Zahlen ordnen Schmerzen, sie messen sie nicht wie eine Waage: Eine 10 bedeutet nicht doppelt so viel Schmerz wie eine 5, und aus 9,7 gegen 7,2 lässt sich kein „um so viel Prozent schlimmer“ ausrechnen.

Die Einzelwerte stammen aus Abbildung 1 der Studie; im Text der Studie sind nur die ersten drei beziffert. Neben den elf Schmerzen oben enthielt die Liste Schusswunde (6,0), Stichwunde (4,9), Lumbalpunktion (4,6), die Gewebeprobe aus einem großen Organ (Biopsie, 4,4) und „Varicella zoster“ (4,6), womit Windpocken oder Gürtelrose gemeint sein können.[1]

Wie sich der Schmerz anfühlt, schildern Betroffene auf den Seiten Symptome und Patientenberichte. Was Freunde, Kollegen und Vorgesetzte darüber wissen sollten, steht im Brief für Freunde und Kollegen.

Schmerz auch zwischen den Attacken

In einer Befragung von 825 Menschen mit ärztlich festgestelltem Cluster-Kopfschmerz (2021) berichteten 47 Prozent, also fast die Hälfte, über anhaltende Schmerzen im Cluster-Bereich auch zwischen den Attacken: bei 37 Prozent auf der Seite der Attacken, bei 9 Prozent auf beiden Seiten, bei 1 Prozent nur auf der anderen Seite. Beim chronischen Verlauf kamen sie häufiger vor als beim episodischen. Die internationale Klassifikation erwähnt solche Schmerzen bisher nicht ausdrücklich.[3] Wer nur die stärkste Attacke notiert, erfasst diesen Schmerz nicht.

Wie man Schmerz festhält

Eine Schmerzskala misst nicht wie ein Thermometer, sondern hält fest, wie stark ein Mensch seinen Schmerz selbst empfindet. Am meisten bringt sie, wenn man die Attacken desselben Menschen miteinander vergleicht, etwa vor und nach einer neuen Behandlung.

Skala So funktioniert sie Wofür sie gut ist
Zahlenskala (NRS) Man nennt eine Zahl von 0 (kein Schmerz) bis 10 (stärkster vorstellbarer Schmerz). Kopfschmerzkalender, Gespräch in der Praxis
Linie (VAS) Man macht einen Strich auf einer meist 100 Millimeter langen Linie. vor allem Studien
Wortskala (VRS) Man wählt eine Stufe wie „leicht“, „mäßig“ oder „stark“. Studien zur Behandlung von Kopfschmerzen
KIP-Skala Elf Stufen, die auch Schlaf und Verhalten beschreiben. Austausch unter Betroffenen
CHIQ Acht Fragen zur letzten Woche. Belastung im Alltag

Numerische Rating-Skala

Bei der Zahlenskala (NRS, englisch „Numeric Rating Scale“) nennt man die Stärke des Schmerzes als Zahl, üblicherweise von 0 bis 10. 0 steht für keinen Schmerz, 10 für den stärksten vorstellbaren Schmerz. So fragt auch der Clusterkopfschmerz-Kalender der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG): „0 = kein Schmerz, 10 = stärkster vorstellbarer Schmerz“.[4] Nach einer Fachübersicht von 2012 bevorzugen die meisten Patienten diese Skala, und zwar in verschiedenen Kulturen.[8] Für den eigenen Kalender lohnt es sich, außer der Zahl auch die Dauer, die Zahl der Attacken und die genommenen Mittel zu notieren, und ob zwischen den Attacken Schmerz bleibt. Weitere Kalender stehen unter Kopfschmerztagebücher.

Numerische Skala: eine Linie mit den Zahlen 0 bis 10, links „kein Schmerz“, rechts „stärkste vorstellbare Schmerzen“.

Visuelle Analog-Skala

Bei der visuellen Analogskala (VAS) markiert man die Stärke des Schmerzes mit einem senkrechten Strich auf einer Linie, die meist 100 Millimeter lang ist. Ihre Enden stehen für die äußersten Zustände, zum Beispiel „keine Schmerzen“ und „stärkste vorstellbare Schmerzen“. Gemessen wird, wie weit der Strich vom linken Ende entfernt ist. Die Studienempfehlungen der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft (IHS) erlauben die 100-Millimeter-Linie als Ersatz für die Wortskala.[5][9]

Visuelle Analogskala: eine Linie ohne Zahlen, links „keine Schmerzen“, rechts „stärkste vorstellbare Schmerzen“.

Verbale Rating-Skala

Bei einer Wortskala (VRS, englisch „Verbal Rating Scale“) wählt man die Stärke des Schmerzes aus einigen Begriffen aus, zum Beispiel:

  • VRS-4: Kein Schmerz - mäßig - stark - stärkster vorstellbarer Schmerz
  • VRS-5: Kein Schmerz - mäßig - mittelstark - stark - stärkster vorstellbarer Schmerz
  • VRS-6: Kein Schmerz - leicht - mäßig - stark - sehr stark - unerträglicher Schmerz

In der Kopfschmerzforschung ist die Wortskala seit den ersten Studien zu den Triptanen üblich, damals mit vier Stufen.[8] Welche Stufen die IHS heute empfiehlt, steht unter Skalen in klinischen Studien.

KIP-Skala

Die KIP-Skala stammt aus der Betroffenengemeinschaft, nicht aus der Forschung. Sie geht auf den US-amerikanischen Betroffenen Bob Kipple (1939–2006) zurück, einen der Gründer der Selbsthilfeorganisation O.U.C.H.; nach seinem Spitznamen „Kip“ heißt sie KIP-Skala.[6] Sie hat wie die Zahlenskala elf Stufen von 0 bis 10. Ihre Stufen beschreiben aber nicht nur die Stärke des Schmerzes, sondern auch Schlaf, Verhalten und Gefühle. Ein „KIP 8“ ist deshalb nicht dasselbe wie eine 8 auf der Zahlenskala. In den Studienempfehlungen der IHS kommt sie nicht vor.[5] Für Gespräche unter Betroffenen kann sie trotzdem anschaulich sein.

Stufe So beschreibt die KIP-Skala die Stufe
0 Keine Schmerzen, das Leben ist wunderbar.
1 Sehr geringer Schmerz, der schleichend kommt und geht. Immer noch ist das Leben schön.
2 Die Schmerzen werden langsam dauerhaft.
3 Die Schmerzen festigen sich, aber man kann damit leben.
4 Es geht dir schon schlechter, du möchtest alleine sein.
5 Noch nicht ganz schlimm, aber dir reicht’s.
6 Nervöses Aufwachen durch den Schmerz, kleine Aggressionen, jedoch schafft man es, weiter zu schlafen.
7 Aufgeweckt durch den heftigen Schmerz läufst du ziellos durch die Gegend und kannst nicht mehr schlafen. Hinterher fällst du völlig erschöpft ins Bett.
8 Du fängst an zu schreien, irrst herum, schlägst deinen Kopf gegen die Wand und versuchst alles, was den Schmerz mindern könnte.
9 Das "Warum gerade ich?"-Syndrom fängt an!
10 Größtmöglicher Schmerz, lautes Schreien, Aggressionen und Depressionen, du denkst an Selbstmord.

Wer an Suizid denkt, wie es die oberste Stufe der KIP-Skala beschreibt, muss damit nicht allein bleiben: Die TelefonSeelsorge ist Tag und Nacht kostenlos erreichbar unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 und 116 123.[10]

Skalen in klinischen Studien

Wie die Schmerzstärke in Studien erfasst wird, empfiehlt die Internationale Kopfschmerzgesellschaft (IHS). Ihre erste Empfehlung für Studien zum Cluster-Kopfschmerz von 1995 wurde erst 2022 überarbeitet.[5]

  • Cluster-Kopfschmerz, 1995: fünf Stufen, keine (0), mild (1), mäßig (2), heftig (3), qualvoll (4), englisch none, mild, moderate, severe, excruciating. Ersatzweise eine visuelle Analogskala.
  • Cluster-Kopfschmerz, seit 2022: wieder fünf Stufen, 0 = kein Kopfschmerz, 1 = leicht, 2 = mäßig, 3 = stark, 4 = sehr stark. Die oberste Stufe heißt damit nicht mehr „qualvoll“ (excruciating), sondern „sehr stark“ (very severe). Ersatzweise die 100-Millimeter-Linie (VAS) oder die Zahlenskala von 0 bis 10. In Studien zur Behandlung der Attacke ist das empfohlene Hauptziel: schmerzfrei nach 15 Minuten, ohne dass in den folgenden 3 Stunden wieder Schmerz auftritt. In Studien zur Vorbeugung soll die Schmerzstärke allein nicht das Hauptziel sein, höchstens ein Nebenziel.[5]
  • Migräne-Attacke, 2012 und 2019: vier Stufen, 0 = kein Kopfschmerz, 1 = leicht, 2 = mäßig, 3 = stark. Ersatzweise eine visuelle Analogskala, seit 2019 ausdrücklich die 100-Millimeter-Linie oder die Zahlenskala von 0 bis 10.[11][9]

Die Belastung messen: der CHIQ

Eine Schmerzskala fragt nur: Wie stark tut es weh? Der Cluster Headache Impact Questionnaire (CHIQ) fragt dagegen: Was macht die Krankheit mit dem Leben? Er wurde zuerst auf Deutsch entwickelt und 2022 an 254 Betroffenen geprüft. Er hat acht Fragen, die sich auf die letzte Woche beziehen; jede Frage wird mit 0 („nie“) bis 5 („immer“) beantwortet, zusammen ergeben sich 0 bis 40 Punkte.[12][13] Die Antworten hängen gut zusammen und blieben bei einer Wiederholung stabil. Menschen mit chronischem Verlauf kamen im Mittel auf 25,8 Punkte, Menschen in einer aktiven episodischen Phase auf 23,3 und Menschen in der Pause auf 13,6.[12]

2024 wurde die englische Fassung geprüft und in fünf Stufen eingeteilt:[13]

Punkte Stufe
0 bis 4 keine bis geringe Belastung
5 bis 14 mäßige Belastung
15 bis 23 schwere Belastung
24 bis 29 sehr schwere Belastung
30 bis 40 extreme Belastung

Höhere Stufen gingen mit mehr Attacken und häufigerem Gebrauch von Attackenmitteln einher.[13]

Literatur

  • Lipton, RB.; Micieli, G.; Russell, D.; Solomon, S.; Tfelt-Hansen, P.; Waldenlind, E. (Dec 1995). "(International Headache Society Committee on Clinical Trials in Cluster Headache): Guidelines for controlled trials of drugs in cluster headache.". Cephalalgia 15 (6): 452-62. doi:10.1046/j.1468-2982.1995.1506452.x. PMID 8706107. 
  • Tfelt-Hansen, P.; Pascual, J.; Ramadan, N.; Dahlöf, C.; D'Amico, D.; Diener, HC.; Hansen, JM.; Lanteri-Minet, M.; et al. (Jan 2012). "Guidelines for controlled trials of drugs in migraine: third edition. A guide for investigators.". Cephalalgia 32 (1): 6-38. doi:10.1177/0333102411417901. PMID 22384463. 

Externe Links

Einzelnachweise

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 Burish MJ, Pearson SM, Shapiro RE, Zhang W, Schor LI (2021). "Cluster headache is one of the most intensely painful human conditions: Results from the International Cluster Headache Questionnaire". Headache 61 (1): 117–124. doi:10.1111/head.14021. PMID 33337540.  PMC7898696, Volltext am 23.09.2026 über Europe PMC gelesen. Im Wortlaut: „Cluster headache attacks were rated as 9.7 ± 0.6 (mean ± standard deviation) on the numerical rating scale, followed by labor pain (7.2 ± 2.0), pancreatitis (7.0 ± 1.5), and nephrolithiasis (6.9 ± 1.9). The majority of cluster headache respondents rated a cluster headache attack at maximal or 10.0 pain (72.1%, 1157/1604).“; „the rest of the disorders fell in a more continuous spectrum between 4.0 and 7.2“; „Pain intensity was rated between 9.0 and 9.9 in 18.3%“; Grenzen: „recall bias“, „the fact that the diagnoses of cluster headache were not confirmed by physician interview“, „recalled labor pain may be an average of peak and end pain“, „a respondent receiving epidural anesthesia for labor pain, for example, may in fact rate pain as higher“, „all respondents were asked to rate the pain of cluster headache before rating any other disorders“, „there may be selection bias for cluster headache but not other pain disorders“; „respondents who experienced nephrolithiasis, migraine, or arthritis were more likely to give their cluster headache pain a score of 10 than those that had not experienced those pain conditions“. Zahlen am 24.09.2026 erneut im Volltext geprüft. Abbildung 1 (Mittelwerte, in Klammern die Zahl der Befragten, die den Schmerz erlebt hatten; am 10.10.2026 abgelesen): Cluster headache attack 9,7 (1604), Labor pain 7,2 (308), Pancreatitis 7,0 (30), Nephrolithiasis 6,9 (239), Cholelithiasis 6,3 (111), Gunshot wound 6,0 (25), Disc herniation 5,9 (261), Migraine attack 5,4 (663), Fibromyalgia 5,2 (63), Bone fracture 5,2 (868), Myocardial infarction 5,0 (34), Lumbar radiculopathy 5,0 (331), Stab wound 4,9 (87), Varicella zoster 4,6 (165), Lumbar puncture 4,6 (125), Large organ biopsy 4,4 (79), Arthritis 4,0 (293). Aus den Methoden: „Labor pain was asked only to women“.
  2. ↑ 2,0 2,1 Internationale Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen, 3. Auflage (ICHD-3), deutsche Fassung: 3.1 Clusterkopfschmerz, am 23.09.2026 gelesen. Diagnostische Kriterien im Wortlaut: „Starke oder sehr starke einseitig orbital, supraorbital und/oder temporal lokalisierte Schmerzattacken, die unbehandelt 15 bis 180 Minuten anhalten“; „mindestens eines der folgenden Symptome oder Zeichen, jeweils ipsilateral zum Kopfschmerz“ (konjunktivale Injektion und/oder Lakrimation; nasale Kongestion und/oder Rhinorrhoe; Lidödem; Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichtes; Miosis und/oder Ptosis) oder „körperliche Unruhe oder Agitiertheit“; „Die Attackenfrequenz liegt zwischen 1 jeden zweiten Tag und 8 pro Tag“. Aus der Beschreibung: „Während der schlimmsten Attacken ist die Schmerzintensität unerträglich. Die Patienten sind in der Regel nicht in der Lage, sich hinzulegen und laufen charakteristischerweise umher.“; „Das Erkrankungsalter liegt meist zwischen 20 und 40 Jahren. Aus bisher nicht bekannten Gründen sind Männer dreimal häufiger betroffen als Frauen. Akute Attacken gehen mit einer Aktivierung des posterioren hypothalamischen Graus einher.“ Aus dem Kommentar: „Die Attacken treten üblicherweise in Serien auf, die Wochen oder Monate andauern (sogenannte Clusterepisoden). Dazwischen liegen Remissionszeiten, die meist Monate oder Jahre anhalten. Bei etwa 10% bis 15% der Patienten tritt jedoch ein 3.1.2 chronischer Clusterkopfschmerz ohne derartige Remissionen auf. In einer großen Serie von Verläufen konnte gezeigt werden, dass ein Viertel der Patienten lediglich eine Clusterepisode aufwies.“; „Während einer Clusterepisode des 3.1.1 episodischen Clusterkopfschmerzes und beim 3.1.2 chronischen Clusterkopfschmerz kommt es regelmäßig zu Attacken. Diese können durch Alkohol, Histamin oder Nitroglyzerin ausgelöst werden.“
  3. ↑ 3,0 3,1 Göbel CH, Karstedt S, Heinze A, Koch B, Göbel H (2021). "Phenotype of cluster headache: clinical variability, persisting pain between attacks, and comorbidities – an observational cohort study in 825 patients". Pain Ther 10 (2): 1121–1137. doi:10.1007/s40122-021-00267-8. PMID 33945123.  PMC8586113, Volltext am 23.09.2026 über Europe PMC gelesen. Im Wortlaut: „Persisting pain between individual cluster attacks has not yet been explicitly mentioned in ICHD-3. These were found in 47% of patients between attacks. Persisting pain occurred ipsilaterally in 37%, bilaterally in 9%, and contralaterally in 1% of patients. They are more common in chronic cluster headache than in episodic cluster headache.“
  4. ↑ 4,0 4,1 DMKG: Clusterkopfschmerz-Kalender (PDF-Datei, © DMKG 2024), am 24.09.2026 gelesen. Im Wortlaut: „0 = kein Schmerz, 10 = stärkster vorstellbarer Schmerz“.
  5. ↑ 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 Schoenen J, Snoer AH, Brandt RB u. a.; IHS Standing Committee for Clinical Trials (2022). "Guidelines of the International Headache Society for controlled clinical trials in cluster headache". Cephalalgia 42 (14): 1450–1466. doi:10.1177/03331024221120266. PMID 36268950.  Am 23.09.2026 beim Verlag gelesen. Im Wortlaut: „Recording of pain severity is recommended using a five-point ordinal scale: 0=no headache, 1=mild headache, 2=moderate headache, 3=severe headache and 4=very severe headache.“; „Alternatively a 100-mm visual analogue scale (VAS) or an 11-point numerical rating scale (NRS) can be used.“; „Pain-freedom at 15 minutes without recurrence of any level of pain within 3 hours in the first treated attack.“; „Headache severity alone is not recommended as a primary outcome measure in preventive treatment trials, but may be included as a secondary endpoint for assessment of headache related disability.“ Zusammenfassung: Die erste Ausgabe von 1995 sei nie überarbeitet worden.
  6. ↑ 6,0 6,1 Bob Kipple Tribute, O.U.C.H. (abgerufen am 25.09.2026). Im Wortlaut: „Bob Kipple 1939 - 2006“; „Author of the Kip scale and one of the founders of O.U.C.H.“; „Bob "Kip" Kipple passed away peacefully in his sleep on Monday, February 20, 2006.“; „He gave us "The Kip Scale" to help us describe our unique pain.“ Die Skala steht auf derselben Seite mit den Stufen „Pain level 0“ bis „Pain level 10“.
  7. ↑ 7,0 7,1 7,2 Headache Classification Committee of the International Headache Society: The International Classification of Headache Disorders, 3rd edition (ICHD-3), 3.1 Cluster headache, am 23.09.2026 gelesen. Kriterium B: „Severe or very severe unilateral orbital, supraorbital and/or temporal pain lasting 15-180 minutes (when untreated)“; Kriterium D: „Occurring with a frequency between one every other day and 8 per day“.
  8. ↑ 8,0 8,1 Loder E, Burch R: Measuring pain intensity in headache trials: which scale to use? Cephalalgia. 2012; 32(3): 179–182. PMID 22287565. DOI Am 25.09.2026 beim Verlag gelesen. Im Wortlaut: „In headache research, an important precedent was established by the early triptan trials, which used a 4-point verbal rating scale (VRS) to measure pain intensity.“; „The 11-point (0–10) NRS is ‘preferred by the majority of patients in different cultures’“.
  9. ↑ 9,0 9,1 Diener HC, Tassorelli C, Dodick DW, Silberstein SD, Lipton RB, Ashina M, Becker WJ, Ferrari MD, Goadsby PJ, Pozo-Rosich P, Wang SJ, Mandrekar J; International Headache Society Clinical Trials Standing Committee: Guidelines of the International Headache Society for controlled trials of acute treatment of migraine attacks in adults: Fourth edition. Cephalalgia. 2019; 39(6): 687–710. PMID 30806518. DOI Volltext (PMC6501455) am 25.09.2026 über Europe PMC gelesen. Im Wortlaut: „Headache intensity should be measured on a 4-point scale where 0 = no headache; 1 = mild headache; 2 = moderate headache; 3 = severe headache. Alternatively, a 100-mm Visual Analogue Scale (VAS) or an 11-point numerical rating scale (NRS) can be used.“
  10. ↑ TelefonSeelsorge Deutschland, am 23.09.2026 aufgerufen: „0800 1110111 0800 1110222 116 123“; „Ihr Anruf ist kostenfrei“; „Tag und Nacht erreichbar“.
  11. ↑ Tfelt-Hansen P, Pascual J, Ramadan N u. a.; International Headache Society Clinical Trials Subcommittee: Guidelines for controlled trials of drugs in migraine: third edition. A guide for investigators. Cephalalgia. 2012; 32(1): 6–38. PMID 22384463. DOI Am 25.09.2026 beim Verlag gelesen. Im Wortlaut: „Headache pain intensity should be measured on a four-point scale where 0 = no headache; 1 = mild headache; 2 = moderate headache; 3 = severe headache. Alternatively, visual analogue scales can be used.“
  12. ↑ 12,0 12,1 Kamm K, Straube A, Ruscheweyh R (2022). "Cluster Headache Impact Questionnaire (CHIQ) – a short measure of cluster headache related disability". J Headache Pain 23 (1): 37. doi:10.1186/s10194-022-01406-y. PMID 35303796.  Im Wortlaut: „The 8-item Cluster Headache Impact Questionnaire (CHIQ) was developed based on a literature review and patient and expert interviews. The questionnaire was tested in 254 CH patients“; „Internal consistency (Cronbach's α = 0.88) and test-retest reliability (ICC 0.91, n = 41) were good.“; „CHIQ scores significantly differentiated between chronic CH (25.8 ± 6.5), active episodic CH (23.3 ± 6.9) and episodic CH patients in remission (13.6 ± 11.9“. Am 23.09.2026 über Europe PMC geprüft.
  13. ↑ 13,0 13,1 13,2 Kamm K, Straube A, Burish M, Ruscheweyh R (2024). "Disability in cluster headache is more than attack frequency – results from and validation of the English version of the Cluster Headache Impact Questionnaire (CHIQ)". J Headache Pain 25 (1): 128. doi:10.1186/s10194-024-01838-8. PMID 39103768.  PMC11299406, Volltext am 23.09.2026 über Europe PMC gelesen. Im Wortlaut: „a short, disease-specific disability questionnaire first developed and validated in German“; „Items are rated on a 6-point Likert scale from 0 (“never”) to 5 (“always”), resulting in total scores from 0 to 40. A timeframe of 1 week was chosen“; „the CHIQ was graded into 5 levels from “no to low impact” to “extreme impact” based on the patients’ perception. Higher CHIQ grading was associated with higher attack and acute medication frequency“; Tabelle 4: 0–4 „No to low impact“, 5–14 „Moderate impact“, 15–23 „Severe impact“, 24–29 „Very severe impact“, 30–40 „Extreme impact“.

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