Mein Mann und ich haben letzten Samstag unseren Hochzeitstag gefeiert und haben zum Abschluss in einer Bar noch ein paar Cocktails getrunken.
Auf dem Weg nach Hause hatte ich dann plötzlich so ein Pochen hinter dem linken Auge und ein Gefühl, als hätte ich eine Nebenhöhlenentzündung,
was dann aber so nach 10 Minuten wieder weg war. Ich hatte es auf den Alkohol geschoben.
Am nächsten Tag beim Mittagessen ist das gleiche wieder aufgetreten, vorher war den ganzen Tag überhaupt nichts.
Montag, Dienstag und Mittwoch ist auch alles normal gewesen, aber in der Nacht zu Donnerstag bin ich dann aufgewacht und dachte ich bin im falschen Film.
Ich hatte das Gefühl meine linke Gesichtshälfte platzt gleich; stechende Schmerzen in der Schläfe und hinterm Auge, in der linken Nebenhöhle und im Oberkiefer.
So ca. 15 Minuten nach dem ich aus dem Bett aufgestanden und in der Wohnung rumgelaufen bin haben die Schmerzen nachgelassen und ich bin wieder ins Bett und eingeschlafen.
In der Nacht zu Freitag dann das gleiche Spiel; wieder so gegen 1:30 aufgewacht und diesmal ca. 30 Minuten lang rumgeirrt oder auf dem Sofa gesessen und gehofft,
dass es bald aufhört.
Die nächste Nacht ist ohne irgendwelche Attacken ausgegangen und ich hatte mich schon gefreut.
Heute war es dann richtig heftig. Nachts wieder so zwischen 1:00 und 1:30 die erste Schmerzattacke, die wieder so 20 Minuten angehalten hat und noch irgendwie erträglich war.
Habe dann versucht, wieder einzuschlafen nur um so gegen 4:40 wieder aufzuwachen. Diesmal hat das Ganze fast 45 Minuten gedauert von denen ich die meiste Zeit heulend auf dem Sofa gesessen habe.
Schlafen konnte ich nicht mehr.
Weil ich mich wie gerädert gefühlt habe dachte ich, ich leg mich noch mal kurz hin... nur um dann so gegen 16:00 von der nächsten Attacke geweckt zu werden. Diese war allerdings nur 10 Minuten und nicht so schlimm, wie die zwei in der Nacht.
Inzwischen habe ich Angst, mich hinzulegen, weil dann vielleicht wieder Schmerzen kommen.
Könnten das Cluster-Schmerzen sein und wenn ja, wie sollte ich mich da verhalten? Einfach zu meinem Hausarzt gehen und sagen: "Ich glaube ich habe Cluster-Kopfschmerzen."?
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RE: Neu hier
Hallo, Yoongi!
Erstmal herzlich willkommen hier, auch wenn der Anlass kein schöner ist.
Was Du schreibst, klingt natürlich verdächtig nach CK. Insbesondere die zeitliche Gebundenheit und die Intensität der Schmerzen können darauf schließen lassen. Ich würde so vorgehen: Ab zum Hausarzt, schildern - aber ohne Deine Annahme einer Diagnose - und auf eine Überweisung zum Neurologen (!) bestehen. Eine Überweisung zum Orthopäden oder ein Besuch beim Zahnarzt sind sind nicht zielführend. Und dann suche Dir bitte einen Neurologen, der sich mit Kopfschmerz auskennt. Die findest Du in unserer Ärzteliste oder bei der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft.
Viel Erfolg!
Gruß, Astrid
Es ist ein Zeichen geistiger Freiheit, einen Bestseller nicht gelesen zu haben. (Paul Hindemith)
Habe Ihr meine Symptome geschildert. Daraufhin hat sie die Stirn und die Nebenhöhle abgeklopft, den Nacken abgetastet, Augen und Ohren untersucht.
Sie meinte sie kann nichts feststellen und hat mich zur Blutabnahme und Urintest geschickt.
Auf die Frage, ob und welche Schmerzmittel ich genommen habe, antwortete ich: Ibuprofen, aber es hat nichts gebracht. Sie meinte dann, ich soll zusätzlich noch Paracetamol nehmen und schauen, dass mein Hals/Nacken möglichst immer warm ist, "es könnte sein, dass ich mich verkühlt hätte oder Zug bekommen habe".
Mittwoch habe ich noch einen Termin wegen der Blut- und Urinergebnisse und falls es bis dahin schlimmer wird, soll ich sofort vorbeikommen.
Immerhin habe ich noch eine Überweisung zum Neurologen bekommen und schaue jetzt mal ob ich einen finde.
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RE: Neu hier
(12.09.2022, 12:13)Yoongi schrieb: Update
So, war beim Hausarzt.
Habe Ihr meine Symptome geschildert. Daraufhin hat sie die Stirn und die Nebenhöhle abgeklopft, den Nacken abgetastet, Augen und Ohren untersucht.
Sie meinte sie kann nichts feststellen und hat mich zur Blutabnahme und Urintest geschickt.
Auf die Frage, ob und welche Schmerzmittel ich genommen habe, antwortete ich: Ibuprofen, aber es hat nichts gebracht. Sie meinte dann, ich soll zusätzlich noch Paracetamol nehmen und schauen, dass mein Hals/Nacken möglichst immer warm ist, "es könnte sein, dass ich mich verkühlt hätte oder Zug bekommen habe".
Mittwoch habe ich noch einen Termin wegen der Blut- und Urinergebnisse und falls es bis dahin schlimmer wird, soll ich sofort vorbeikommen.
Immerhin habe ich noch eine Überweisung zum Neurologen bekommen und schaue jetzt mal ob ich einen finde.
Das klingt nicht so, als hätte der Hausarzt schon mal was vom Clusterkopfschmerz gehört, der Rat zum Paracetamol ist für mich Hilflosigkeit schlechthin. Das wäre allerdings auch leider der Normalfall, bei mir dauerte es damals fast 20 Jahre bis zur Diagnose.