Hallo,
da ich bei meinen Attacken auch schon festgestellt habe, dass während starker körperlicher Anstrengung der Schmerz fast nicht mehr zu spüren ist, habe ich im Internet recherchiert und bin auf diesen Beitrag gestoßen. Umso erstaunter war ich, als ich las, dass es anscheinend möglich ist, mit Sport Attacken sogar zu beenden.
Kurz zu mir: Ich habe Cluster Kopfschmerz seit ca. 15 Jahren, die Episoden traten immer im 2-Jahres-Rhythmus auf und dauerten bis zu 6 Monate. Im Durchschnitt habe ich (unhandelt) ca. eine Attacke pro Tag. Medikamente habe ich keine genommen, nur Sauerstoff.
2015 hatte ich die letzte Episode. Es vergingen 2 Jahre, 3 Jahre, 4 Jahre, 5 Jahre ohne Schmerzen. Da ich 2015 meine Ernährung auf vegan umstellte, dachte ich, dass es evtl. damit zusammenhängt und war immer besserer Hoffnung, dass der Kopfschmerz nicht mehr wieder kommt. Ende letzten Jahres habe ich auch die Sauerstoffflaschen wieder abholen lassen. Aber seit diesem Frühjahr ist der Kopfschmerz wieder da.
Nachdem ich also diesen Beitrag von Matthias über die Liegestützen gelesen hatte, habe ich auch mal probiert damit eine Attacke zu beenden. Und es hat sehr gut funktioniert!
Ich mache den ersten Satz Liegestützen bis keine mehr geht und die Atemfrequenz ist erhöht. Während man die Liegestützen macht, ist der Kopfschmerz praktisch nicht mehr zu spüren. Dann gilt es, diese Atemfrequenz bewusst zu halten (hyperventilieren). In der Übungspause tritt der Kopfschmerz wieder etwas in den Vordergrund. Manchmal mache ich dann andere Übungen wie z.B. schnelle Kniebeugen. Nach ca. 2 Minuten dann wieder Liegestützen, wenn keine mehr geht, mache ich noch welche auf den Knien. Also richtig auspowern! Das wird ein paar Mal wiederholt und am Ende reicht es dann aus, nur noch schnell zu atmen bis der Kopfschmerz nach insgesamt ca. 10 min weg ist.
Was ich auch funktioniert ist Joggen. Am besten startet man mit einem kurzen Sprint und joggt dann ein paar Minuten zügig. Wichtig ist eine hohe Atemfrequenz.
Vom Prinzip her passiert im Körper wahrscheinlich das gleiche wie bei der Sauerstoffbehandlung. Aber der Vorteil ist, dass der Schmerz durch die körperliche Anspannung während der Übungen schonmal sofort weg ist und nicht erst nach 15 min. Außerdem hat man nicht immer überall Sauerstoff dabei. Ich habe mir jetzt auch keine Sauerstoffflaschen mehr geholt.
Genauso wie bei der Sauerstoffbehandlung habe ich festgestellt, dass durch dieses Kupieren der Attacken der Rhythmus der Attacken verändert wird. Teilweise habe ich ein paar Stunden danach noch eine Attacke und wenig später dann noch eine. Ich hatte aber auch schon eine ganze Woche Pause zwischen den Attacken.
Ich bin jedenfalls sehr froh darüber, diese Methode kennengelernt zu haben und möchte mich hiermit ausdrücklich bei Matthias bedanken, dass er seine Entdeckung damals hier geteilt hat!
Viele Grüße,
Stefan