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Ansichts-Optionen
Versuch einer Typisierung des CK
02.04.2015, 21:04,
#1
Versuch einer Typisierung des CK
Weil sich nach meiner Erfahrung der CK nicht einheitlich offenbart, habe ich den mir persönlich bekannten Formen des CK eigene Namen gegeben.

1.) Hitchcock-Attacke
2.) Polyphem-Attacke
3.) Monsterattacke
4.) Untervariante


Zuvor möchte ich jedoch kurz schildern, wie ich zu CK kam:

Im Mai 2006 erwischte es mich kalt. Ich bekam Kopfschmerzen, wie ich sie nie zuvor erlebt hatte und gegen die keine Tablette helfen konnte. - Auch kein Arzt, vor allem kein HNO. Der hatte meinen Schädel geröngt und eine verbogene Nasenscheidewand entdeckt, die man notfalls operativ korrigieren müßte.
Nach rund 2 Monaten verschwanden die Schmerzen so schnell wie sie gekommen waren.
Fast drei Jahre vergingen, bis sie wieder da waren. Merkwürdigerweise traten sie imJanuar 2009 während einets Urlaubs in Spanien wieder auf. Mit der gewohnten Heftigkeit, aber in einer Häufigkeit, die mich nach und nach an meinem Verstand zweifeln ließ, nämlich fünf bis sechs Atacken pro Tag bzw. Nacht. Ich entwickelte mich innerhalb weniger Wochen zum Tablettenfresser, beurteilte die Wirksamkeit der einschlägigen Wirkstoffe nach der Dauer bis zum scheinbaren Einsetzen der Wirkung. Dabei entging mir freilich, daß das Einsetzen der vermeintlichen Wirkung davon abhing, wie schnell ich nach dem Beginn der Symptome Tabletten in der empfohlenen Höchstdosis eigeworfen hatte. - Weil der HNO mir denTipp mit der Nasenscheidewand gegeben hatte und die Nase lief, versuchte ich es mit Kamillendampfbädern. - Es stellte sich nach gewisser Zeit auch eine „Linderung“ und ein Abklingen der Schmerzen ein, aber mir entging nach wie vor, daß die Schmerzattacken fast genau 45 Minuten audauerten.
Parallel dazu bekam ich Ärger mit meinem Rücken, der meine Bewegungsfähigkeit erheblich einschränkte. Trotz der starken Schmerzmittel (u.a. Lidocain) kehrten die Schmerzen mit unverminderter Heftigkeit Tag für Tag, Nacht für Nacht zurück.
Daß es Clusterkopfschmerz war, erfuhr ich eigentlich so nebenbei. Während ich wegen meines Rückens in der Radiologie auf ein CT wartete, las ich in einem abgegriffenen FOCUS – Heft einen Artikel über Kopfschmerzen, auch über die typische Symptomatik des Clusterkopfschmerzes.
Schmerzhaft mußte ich in den Folgejahren jedoch in Erfahrung bringen, daß die Symptome vielfältiger sind als allgemein beschrieben.
Nicht weniger schmerhaft war die Erfahrung, die ich mit der Unkenntnis und Ignoranz der niedergelassenen Schulmediziner gegenüber CK machen mußte.

Im Laufe der Zeit lernte ich drei Varianten und eine Art „Unterform“ des Cluterkopfschmerzes kennen, die bislang nur einmal auftrat, und zwar imZusammenhang mit einem Wechsel des Schmerzes von der rechten auf die linke Kopfseite.

Um anderen Betroffenen die Möglichkeit zu geben, Ärzten gegenüber die Erläuterung des Schmerzempfindens zu erleichtern, habe ich die Varianten wie folgt typisiert:


1.) Der Hitchcok-Typ:
Er ist benannt nach Alfred Hitchcocks „die Vögel“. Die versammelten sich bekanntlich, griffen plötzlich an und verschwanden so schnel, wie sie gekommen waren. In einer Szene hakt eine Möve einem Kindin den Hinterkopf. Bei einer Schmerzattacke hacken freilich alle beteligten „Vögel“ von hinten in ein einziges Auge. Sie versammeln sich und kündigen sich an: Das Auge beginnt zu tränen und die Nase zu laufen. Oder im Oberkiefer stellt sich so etwas wie ein beginnender Zahnschmerz ein. Beides tritt mit unterschiedlicher Häufigkeit nahezu gleichzeitig ein, wobei dieSymptome sich darin abwechseln, welches zuerst auftritt. Der Schmerz pegelt sich im Verlauf der ersten zehn bis fünfzehn Minuten auf die volle Stärke hoch und sinkt im Laufe der Attacke in unregelmäßigen Abständen auf ein „erträgliches“ Niveau. Nach meiner Erfahrung kündigt sich das End der Hitchcock-Variant mit einer Ausdehnung des schmerzenden Gesichtsbereich über das Ohr bis in den Unterkiefer an. - Dann ist sie vorüber – die Attacke. - Und es kommt das merkürdige Gefühl, als wäre nie etwas gewesen, als hätte es die Schmerzen, die einem eben noch den Verstand raubten, nie gegeben.
Wenn rechtzeitig Sauerstoff zur Verfügung ist, ist diese Variante ohne Medikamente nach meiner Erfahrung gut in den Griff zu bekommen und die Attacke meist nach rund zehn Minuten beendet.

2.) Der Polyphem-Typ:
Polyphem ist der einäugige Riese, der nach Homer versucht haben soll, Odysseus an seiner Heimfahrt nach Ithaka zu hindern; Odysseus, so Homer, habe Polyphem mit einer hohen Dosis Wein betäubt und ihm hernach einen brennenden Pfahl in sein Auge gerammt. Allein der Name läßt den Beginn einer so gearteten Attacke schon erahnen. Der Schmerz steigt so schnell auf seinen höchsten Wert, daß nicht einmal dieZeit bleibt, auf die Uhr zu sehen. Er oszilliert auf höchstem Niveau unregelmäßig, sinkt aber selten unter den „kaum-noch-erträglich“-Wert. Subjektiv, man mag es kaum glauben, ist auch das schon eine Erleichterung. Diese Variante ist nach meiner Erfahrung Sauerstoffresistent. Selbst mit einer Durchflußmenge von 15l / min. ist sie bei mir nicht behandelbar. Die Polyphem-Attacken, die ich durchleben mußte, dauerten zwischen 35 und 60 Minuten. Gott sei Dank (!) waren es nur vier oder fünf, weil ich das Medikament „Immigran Injekt“ (Sumatriptan zur subkutanen Anwendung) zur Verfügung hatte.

3.) Die Monsterattacke
DieMonsterattacke zeichnet sich dadurch aus, daß sie als „Hitchcock-Typ“ beginnt, auf Sauerstoff anspricht, aber 15 bis 20 Minuten nach Abklingen der Beschwerden zurückkehrt, und zwar fünf bis sechs Mal. Alleinmit Sauerstoff ist man also gut und gern zwei bis drei Stunden mit einer Monsterattacke beschäftigt. Sumatriptan ist – was mich anbelangt – spätestens nach Beginn der zweiten „Runde“ das Mittel der Wahl.

4.) Die „Untervariante“
Eigentlich widerspricht sie der klassischen Definition des Clusterkopfschmerzes als einseitigem Schmerz.
Bei mir war sie erstmals – und bislang zum letzten Mal – anläßich eines Seitenwechsels aufgetreten. Dieser wiederum stand im Zusammenhang mit dem erstmaligen Wechsel von der Hitchcock- zur Polyphem-Attacke. Es war ein Schmerz der höchsten Kategorie, den man eigentlich nur so beschreiben kann, als hätte jemand hinter den Augen eine Wand eingezogen und würde mit einer Schraubzwinge die Stirn gegen diese Wand pressen. Der Schmerz dauerte bei mir nur relatv kurze Zeit, dann kam die erste Polyphem-Attacke auf der „falschen“ Seite. Beim erneuten Seitenwechsel tauchte die Untervariane nicht wieder auf. Die danach erlebten Polyphem-Attacken treten seitdem ebenfalls auf der „richtigen“ Seite auf.

Diese Typisierung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit. Sie beruht ausschließlich auf eigener Erfahrung und kann - leider Gottes - jederzeit ergänzt werden.
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03.04.2015, 22:58,
#2
RE: Versuch einer Typisierung des CK
1 und 3: jjaa, bisschen
2: Njet
4: hä?  
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04.04.2015, 13:25,
#3
RE: Versuch einer Typisierung des CK
1: eher nein.

2: ja.

3: eher ja.

4: schließ ich mich Stephan an, hä?
Zitieren
04.04.2015, 18:25,
#4
RE: Versuch einer Typisierung des CK
Da gibt auch eine Umfrage zum Abstimmen.

Gruß
Wolf-Dieter
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