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Naratriptan als Prophylaxe ??
15.05.2014, 11:02,
#1
Naratriptan als Prophylaxe ??
Hallo,
ich habe gelesen das einige von euch Naratriptan prophylaktisch mit morgens und abends eine 2,5 mg Tablette einnehmen, stimmt das und was bewirkt das bei euch ? Möchte das gerne auch austesten..
Gruß
Martin
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15.05.2014, 12:03,
#2
RE: Naratriptan als Prophylaxe ??
Hallo Martin,

willkommen im Forum.

Naratriptan ist eines von den sieben verschiedenen Triptanen in Tablettenform.

Ob und wie es bei Dir wirkt, musst Du tatsächlich austesten, da jeder anders darauf reagiert.

Bei mir z. B. wirkt es überhaupt nicht, dafür hilft mir Eletriptan zur zusätzlichen Vorbeugung mit Verapamil.
Je nach dem, wie viel Power mein Cluster hat, also wieviele Attacken in pro Tag habe und wie stark die sind, brauche ich unterschiedliche Dosierungen.
In guten Zeiten mit nur ein oder zwei nächtlichen Attacken, komme ich z. B. mit einer 40 mg Tablette Eletriptan aus. In schlechteren Zeiten brauche ich bis zu drei Tabletten täglich (z. B. 1/1/1).
Leider bezahlt die Krankenkasse Eletriptan nur mehr zum Teil, so daß ich mir diese Behandlung nicht mehr leisten kann.

Naratriptan ist jedoch volle Kassenleistung.

Alle Triptantabletten sind offiziell nicht zur Behandlung des CK zugelassen. Es kommt auf Deinen behandelnden Arzt an, ob er sie Dir verschreibt. Sollte aber kein Problem sein, da die Triptantabletten deutlich günstiger sind als die Sumatriptaninjektionen.

http://www.ck-wissen.de/ckwiki/index.php...Behandlung

Beim Einsatz von Triptantabletten sind auch die unterschiedlichen Zeiten zu berücksichtigen bis der höchste Wirkstoffspiegel im Blut erreicht ist und zudem wie lange es wirksam ist (Halbwertszeit).

Eine Übersicht dazu hier:

http://www.ck-wissen.de/ckwiki/index.php...9Cbersicht

Viel Erfolg beim Experimentieren.
Alles Gute und viel schmerzfreie Zeit!

Harald Rupp


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15.05.2014, 12:44,
#3
RE: Naratriptan als Prophylaxe ??
Bei mir ist es Frovatriptan, in der Tabelle die 7. Zeile. Ich nehme während der Episoden 1 abends vorm Schlafengehen (ca. 1 Stunde vorher), bis irgendwann die Verapamil-Wirkung eintritt. Manchmal lasse ich das auch weg und nehme eine kurze Attacke in Kauf, einfach aus Kostengründen: das exorbitant teure Imigran Inject zahlt die Kasse, das Frovatriptan zahle ich selbst.
Diesen abgrundtiefen Schwachsinn verstehen unsere Politiker vielleicht, ich aber nicht.
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15.05.2014, 13:22,
#4
RE: Naratriptan als Prophylaxe ??
Erstmal Hallo zusamen,
ich war in dem alten Forum auch schon angemeldet. Aber wie das halt bei den meisten * Episodikern * so ist melden die sich nur wenn der Baum brennt, ich hoffe ihr tragt es mir nicht nach.
Bin ja schon einige Jahre mit dem Cluster zusammen und konnte bis zur jetztigen Episode auch Medikanenten mäßig ganz gut damit klar kommen doch die jetztige raubt mir den Verstand. Nehme täglich 600 mg Vera natürlich verteilt auf M/M/A und zusätzlich noch schon über Wochen 100 mg Prednisolon auch verteilt. Habe allerdings immer noch täglich 2-3 schwere Attacken die ich dann mit Ascotop bzw. Sumatriptan weg spritze. Sauerstoff hilft bei mir nur bedingt bis gar nicht es verschiebt die Attacken nur nach hinten. Auf der Suche nach einer alternativen bin ich dann gestern mal auf Triptane in Tablettenform gestoßen. Habe mir heute mal eine 2 er Packung aus der Apo geholt und werde gleich mal die erste einschmeissen. Mal sehen was so passiert.
Ich habe noch eine Frage, ich habe hier viel über den Prof. Molsberger aus Düsseldorf gelesen. Was da geschrieben wird hört sich ja nur alles Positiv an wie würdet ihr das beurteilen, habe nämlich schon morgen einen Termin zur Behandlung bekommen.
Gruß
Martin
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15.05.2014, 16:09,
#5
RE: Naratriptan als Prophylaxe ??
http://de.wikipedia.org/wiki/Naratriptan

Wiki wurde am 28.04.14 geändert. Hier wird im Text angegeben, dass Naratriptan auch zur Vorbeugung bei Cluster eingesetzt wird.

Das scheint evtl. ganz neu zu sein und ich hatte Glück, dass der Doc das schon wusste, als ich ihn Anfang dieser Woche aufsuchte.

In meinem druckfrischen Beipackzettel wird nur Migräne angeführt.
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15.05.2014, 18:33, (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 15.05.2014, 18:35 von Friedrich.)
#6
RE: Naratriptan als Prophylaxe ??
Hallo Joyna,

dass das in Wikipedia steht (und das auch noch ohne Quellenangabe) heißt ja nicht, dass das auch stimmt.

Für Naratriptan gibt es keine Zulassung zur vorbeugenden Behandlung von Cluster-Kopfschmerz. Für Cortison, Verapamil etc. allerdings auch nicht. Deshalb wird sich über Cluster-Kopfschmerz im Beipackzettel zu Naratriptan auch nichts finden lassen.

Die Experten der Fachgesellschaften schreiben:

Zitat:Ergotamin oder lang wirksame Triptane wie Naratriptan und Frovatriptan können in der Kurzprophylaxe (d. h., bis eine andere prophylaktische Therapie greift) abends eingesetzt werden, vor allem bei Patienten, die unter nächtlichen Attacken leiden (Siow et al. 2004). Studien hierzu sind begrenzt und schwierig durchzuführen (Pageler er al. 2011).

Quelle: Hans-Christoph Diener, Christian Weimar (Herausgeber): Clusterkopfschmerz und trigeminoautonome Kopfschmerzen. In: Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Herausgegeben von der Kommission Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, Österreichischen Gesellschaft für Neurologie und Schweizerischen Neurologischen Gesellschaft. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 5. überarb. Auflage 2012; Seiten 681-7; ISBN 3131324155 - Online bei der Deutschen Gesellschaft für Neurologie: http://www.dgn.org/leitlinien-online-201...erzen.html

Weitere Literaturhinweise zur vorbeugenden Behandlung von Cluster-KS mit Naratriptan:

http://www.ck-wissen.de/ckwiki/index.php...aratriptan

Die folgende Seite enthält im Abschnitt "Cluster-Kopfschmerz Behandlung" eine Kurzfassung der bereits oben zitierten DGN Leitlinie.

http://www.ck-wissen.de/ckwiki/index.php...opfschmerz

Ausführlicher hier:

http://www.ck-wissen.de/ckwiki/index.php...Behandlung

.
Wiki Wiki! 
Viele Grüße
Friedrich
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15.05.2014, 20:10,
#7
RE: Naratriptan als Prophylaxe ??
Zitat:...und zusätzlich noch schon über Wochen 100 mg Prednisolon auch verteilt. Habe allerdings immer noch täglich 2-3 schwere Attacken...

Cortison sollte nicht zu lange eingenommen werden, meist sind das inklusive Ausschleichen ca. zwei bis drei Wochen.
Es macht aber auch keinen Sinn es zu nehmen, wenn es keine Wirkung zeigt.
Nach längerer Einnahme darf Cortison nicht einfach abgesetzt werden, sondern muss ausgeschlichen werden.

Verträglicher und oft effektiver als die Stoßtherapie mit Tabletten ist ein Hochstoß mit Prednisolon, z. B. 1000 mg pro Tag als Infusion und das drei bis fünf Tage lang.
Manche schleichen dann danach mit Tabletten aus, manche nehmen nur die Infusionen.
Alles Gute und viel schmerzfreie Zeit!

Harald Rupp


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16.05.2014, 06:38,
#8
RE: Naratriptan als Prophylaxe ??
das mit dem Cortison weiß ich ja, allerdings zeigt es bei mir immer eine gute Wirkung. Habe es ja versucht in den Wochen einigemale runter zu dosieren doch wenn ich dann auf ca. 60 mg täglich runter war wurden die Attacken häufiger und Stärker also habe ich dann wieder hochdosiert. Ab 100 mg wird es dann erträglicher wie gesagt nur noch 2 - 3 Attacken mit einer Stärke von 4 - 8.
Habe gestern Nachmittag gegen 17 Uhr überings die erste Naratriptan Tablette genommen, habe immer Attacken gegen 18 und 20:30 Uhr, diese blieben allerdings gestern aus und auch in der Nacht hatte ich ruhe
Gruß
Martin
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17.05.2014, 12:32,
#9
RE: Naratriptan als Prophylaxe ??
Hallo,
mir haben die Naratriptan über viele Wochen gut geholfen, 2 Stück tägl. (+560mg Verapamil). Wenn dann doch noch eine Attacke durchgekommen ist, hat der Sauerstoff auch dadurch besser gewirkt und die Attacke nicht nur verschoben.
Z. Zt. nehme ich Verapamil und Topiramat, wirkt noch besser, aber wegen der Nebenwirkungen gehe ich event. wieder auf die Naratriptan zurück.
Viele Grüsse
E-N
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